Mittwoch, 30. Juni 2010

Warum eigentlich gibt es so viele Subventionen?

...und warum werden sie nicht weniger?

Im vergangenen Jahr verschenkten Deutschland und die EU rund 165 Milliarden Euro an Unternehmen und private Haushalte. Das sind mehr als die gesamten Einnahmen aus der Einkommen- und Lohnsteuer in dem Zeitraum.

Wer fragt, warum die Geschenke so hoch sind und warum sie nicht spürbar weniger werden, bekommt oft die Antwort: Die Lobbyisten machen Druck.
Das stimmt zwar, aber die Subventionen werden mangelhaft kontrolliert, verfolgen keine messbaren Ziele und sind nicht zeitlich begrenzt.

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) fordert daher die Abschaffung aller Subventionen. Damit sich keine Gruppe benachteiligt fühlt, soll zunächst mit dem Rasenmäher gekürzt werden. Der Nachteil beim Rasenmähen ist, dass auch die nützlichen Gewächse geköpft werden.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 26, 28.6.2010, Seite 34

Kommentar:
Die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass Deutschland kein Einnahmeproblem hat, sondern viel zu viele Ausgaben finanziert werden.

Es gibt sicherlich viele sinnvolle und zu bestimmten Zeiten/ Krisen auch hilfreiche Subventionen, doch eine einmalige Bewilligung darf kein Freibrief für die Zukunft sein.
Ausserdem entstehen so Mitbewerberverzerrungen und Monopolstellungen von Unternehmen, welche einen guten Draht zu den Subventionstöpfen haben.

Hier gehen dann auch die Interessen der EU mit den einzelnen Ländern auseinander, denn der Milchbauer in Deutschland will sich nicht mit dem Tomatenzüchter in Spanien vergleichen. Die Subventionen für Flugbenzin stehen in Konkurrenz zu alternativen Energiegewinnung und Elektroauto-Entwicklung.

Deshalb sollte die EU dem Vorschlag der IfW folgen und alle Subventionen in Frage stellen.
Denn nur mit einer freien Marktwirtschaft und Ideen aus dem Mittelstand können wir die Überschuldung entgegen treten.



Ihr Support ist abgelaufen!

Industrieanlagen mit Betriebssystem Windows 2000 drohen Sicherheitslücken.

Am 13. Juli 2010 endet der Support für Windows 2000. Dann bietet Microsoft für das Betriebssystem keine Aktualisierungen, Sicherheits-Updates oder andere Supportleistungen mehr an.
Betroffen sind Tausende vernetzte industrielle Anlagen, die Geräte und eingebettete Systeme mit diesem Betriebssystem nutzen. Um neu entdeckte Sicherheitslücken zu beheben, bleiben ihnen allerdings Alternativen.

VDI nachrichten 25.6.2010

Laut Microsoft gibt es in Deutschland noch 60 000 Windows-2000-Installationen. Insider gehen allerdings von einer viel größeren Zahl aus, da die meisten Windows-Systeme in der Industrie gar nicht in den Genuss eines regelmäßigen Patch-Managements kommen. So gilt häufig die Devise "Never change a running System", um die Funktion, Stabilität und Qualität sorgfältig abgestimmter Prozesse durch das Einspielen von Sicherheits-Updates zu gefährden.

Was kann ich tuen, wenn in meiner Produktion noch Windows 2000 Rechner arbeiten?

1. Prüfen Sie Ihre Service- und Gewährleistungsverträge.
Microsoft hat individuelle Verträge auch über das Ende der Serviceunterstützung abgeschlossen, z.B. für SIEMENS IPC's

2. Sichern Sie Ihre Anlage vor Angriffen aus dem Netz und Datenspionage mit aktuellen vorgelagerten Fire-Walls und Network-Security-Appliances

3. Stocken Sie Ihr Instandhaltungs-Budget zügig auf, damit schritt- und modulweise Ihre Anlage auf den neuesten Stand der Technik hochgerüstet werden kann.

Dienstag, 22. Juni 2010

Der Vater des Computers: Konrad Zuse

Heute wäre Konrad Zuse 100 Jahre alt geworden. Der deutsche Ingenieur erfand den ersten Computer, auch wenn das in der USA lange Zeit angezweifelt wurde. Gegen Ende des Krieges waren fast alle seine Maschinen zerstört, nur die Z4 konnte er in einem Pferdestall im Allgäu retten

Headline der Rheinische Post am 19.6.2010 im Bereich Wissen A10

1910 wurde Konrad Zuse in Berlin als Sohn eines preußischen Postbeamten geboren. Mit 14 Jahren meldete er ein Patent für einen Mandarinenautomaten an, der gegen Münzeinwurf Obst und das passende Wechselgeld ausgab.

Als 25-jähriger kam ihm die Idee ein mechanisches Gehirn zu bauen, denn während seines Maschinenbaustudium musste er viel Tabellen und zeitraubende gleichbleibende Berechnungen analysieren, was ihn langweilte.

Unterstützt durch Familie und Freunde war 1938 die Z1 fertig. Sie konnte Zahlen in 3 Sekunden addieren und bestand aus 30 000 Einzelblechen. Mit der Z2 sicherte sich Zuse die Unterstützung der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und entwickelte die Z3, welche 1941 der erste Computer der Welt war. Zum Ende des Krieges wurden alle seine Erfindungen zerstört, nur die Z4 konnte Zuse in einem Pferdestall retten.

1949 hat Zuse seinen Z4 an die technische Hochschule in Zürich vermietet, so dass die Z4 1950 der einzige Computer weltweit war, welcher zivil genutzt wurde.

Erst 1962 wurde Zuse von Howard Aiken, der US-Konstrukteur des "Mark 1", zum eigentlichen Erfinder des Computers gekürt.


Neue Regeln für Familienfirmen

Am 19.6.2010 trat die Neufassung des "Corporate-Governance-Kodex" in Kraft:


Auch Familienunternehmen brauchen Regeln. Dafür wurde 2004 ein spezieller Corporate-Governance-Kodex für Familienunternehmen geschaffen, der jetzt überarbeitet wurde und am 19.6.2010 in Kraft trat.
Der Unternehmer Franz Markus Haniel, Oberhaupt der Duisburger Haniel-Gruppe, sagte im Interview mit der Rheinischen Post am 19.6.2010:

Es gibt zwei Punkte, in denen sich die neue, überarbeitet Version von der alten unterscheidet:
Ersten: Sie ist nicht mehr ein Regelwerk, an das man sich halten muss, sondern ein Leitlinienpapier, das die in einem Familienunternehmen zu regelnden Themen aufführt.
Zweitens: Im Mittelpunkt der Neufassung steht das klare Bekenntnis des Unternehmens-Inhaber zu seiner Verantwortung - sowohl im Unternehmen als auch gesellschaftlich.
In diesem Interview wird deutlich, das ein Familienunternehmen viel mehr Auflagen und Pflichten hat, als angestellte Manager, welcher vom Kapitalmarkt oftmals zu kurzfristigen Maßnahmen gezwungen werden. Das bei einem Familienunternehmen ausgeprägte Denken in Generationen führt oft zu nachhaltigeren Entscheidungen.

Kommentar:
Die Familienfirmen sind der Rückhalt unserer Wirtschaft und durch den unternehmerischen Mut basierend auf solides Haushalten wird auch diese Wirtschaftskrise überstanden.

Ein wichtiger Punkt in diesem Kodex ist die Empfehlung an eine langfristig angelegte Nachfolgeplanung. Für viele Familienunternehmen ist die Regelung der Nachfolge eine große Herausforderung. Hier kann man nicht früh genug Prozesse definieren und Regeln aufstellen.

Donnerstag, 10. Juni 2010

iPhone 4 Software gratis für ältere Modelle verfügbar

Das neue iPhone 4 von Apple ist nicht nur "flacher" als die bisherigen iPhones. Neben einem besseren Display, besserer Kamera (genau genommen sogar zwei Kameras) und diversen weiteren Extras ist es vor allem das neue Betriebssystem, das neugierig macht:
Die unzähligen Apps lassen sich in übersichtlichen und leicht zu bedienenden Ordnern zusammen fassen. Und Multitasking ist nun endlich auch möglich. Insgesamt werden über 100 neue Funktionen verfügbar sein, darunter auch eine bessere Unternehmens-Unterstützung. Hierzu zählt ein besserer Datenschutz, Wireless Application Distribution, Unterstützung für mehrere Exchange-Mail-Konten und SSL-VPN-Sicherheit.   

iOS 4 Betriebssystem für iPhone 
iOS 4 ist kompatibel mit iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4 und iPod touch der zweiten und dritten Generation (im September 2009 auf den Markt gebrachte Modelle mit 32GB oder 64GB). Einige Funktionen werden nicht auf allen Produkten verfügbar sein. Zum Beispiel setzt Multitasking ein iPhone 3GS, iPhone 4 oder einen iPod touch der dritten Generation voraus. 
Die Software wird kostenlos über iTunes erhältlich sein. Über den genauen Release-Termin ist noch nichts bekannt, aber spätestens zum Verkaufsstart am 21. Juni wird die Software wohl verfügbar sein.

Aber das iPhone 4 hat natürlich auch andere Stärken. Jedes iPhone 4 hat einen eingebauten 3-Achsen-Gyrosensor, der in Kombination mit dem Beschleunigungssensor sechsfache Achsen-Bewegungen wahrnehmen kann: hoch und runter, von links nach rechts, vorwärts und rückwärts sowie 'pitch and roll', weswegen es sich perfekt zum Spielen eignet. Die Entwickler haben Zuggriff auf den Gyrosensor in dem sie die neue CoreMotion API nutzen um Spiele und andere Apps zu entwickeln, die weit über das hinaus gehen, was andere mobile Geräte leisten. Die verbesserte Batterie-Leistung werden wohl viele iPhone-Benutzer ebenfalls sehr begrüßen. 

Neues Online-Marketing Tool "iAds" 
Werbetreibende, die iPhone-Benutzer als Zielgruppe definiert haben, können sich über neue Möglichkeiten der Werbung freuen. Integriert in die Apple-App-Store-Welt kommt eine Möglichkeit daher, extrem ausgefallene Werbung auf dem iPhone, iPad und iPod zu schalten: iAds.
Als Teil der Applikation hat sie für den Benutzer vor allem die Gewissheit, dass er die Werbung auch schnell wieder verlassen kann, wenn er will, ohne dass das zuvor genutzte App geschlossen worden wäre.
Interaktive Werbung auf Mobiltelefonen eröffnet einen völlig neuen Bereich im Online-Marketing. Besonders durch die außergewöhnliche Steuerung sind ganz neue Werbemaßnahmen möglich, als es auf anderen Systemen überhaupt denkbar wäre.

Mit iAds könnte Werbung auch für den Konsumenten endlich wieder Spaß machen!
Mittwoch, 2. Juni 2010

Simatic System: Generationenwechsel beim Engineering

Controller, Panels und Netzwerke mit ein und der gleichen Software konfigurieren und Programmieren - das bedeutet automatische Datenkonsistenz und eine einheitliche Benutzeroberfläche über das ganze Automatisierungsprojekt. Die manuelle Doppelt- und Dreifacherfassung von Daten, Parametern und Variabledefinition in verschiedenen Tools, sie hat endlich ein Ende. Mehr Übersicht, bessere Skalierbarkeit, größere Flexibilität und höhere Effizienz beim Engineering: Ein Engineeringsystem der nächsten Generation verspricht nun, diese Version wahr werden zu lassen.

Titel-Story des SPS-MAGAZIN Ausgabe 5 Mai 2010

Kommentar:
Diese Headline ist fast "Hersteller neutral" und wird von allen grossen Automatisierungsanbietern ähnlich formuliert.

Wo liegt im Detail der Unterschied zu den anderen Anbietern und was ist der Kundennutzen?

Wir haben die Software getestet und konnten auf der Hannover Messe HMI im April etwas hinter den Kulissen der verschiedenen Anbietern schauen.
Die einen klappern mit dem Handwerk und der Werbetrommel, obwohl es noch in der Planungsphase ist und die anderen bringen die ersten Produkte auf dem Markt ohne das gesamte Bild zu zeigen.

SIEMENS hat letztes Jahr diese neue Software "Totally Integrated Automation Portal" mit der neuen Steuerungsfamilie S7-1200 auf den Markt gebracht und bereitet mit dieser Titelstory im SPS Magazin den nächsten Schritt vor. Die Software zeigt viel Raum für schnelle Integration von weiteren Softwaremodulen und Hardwarekomponenten.
Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, wann die Programmierung der S7-300 und WinCC flexible Panel in dieser Software eingebunden wird.

Mit dieser Integration wird die Headline Wirklichkeit.

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