Dienstag, 7. Dezember 2010

Den perfekten Newsletter erstellen

E-Mails sind ein großer Vorteil des Internets. Ohne Zeitverzögerung und Portokosten kommen die Briefe direkt beim Empfänger an. Ohne viel Aufwand kann man seine Nachrichten breit streuen und weltweit verteilen.

Die daraus resultierenden Folgen kennen wir alle: Spam

Es wird geschätzt, dass bis zu 90 % des Nachrichtenverkehrs im Internet aus diesen Spam-Mails bestehen. Jeder, der eine E-Mail Adresse hat, hat auch schon mit Spam zu tun gehabt. Eine sichere Methode, um den eigenen Spam-Erhalt zu steigern besteht darin, seine E-Mail Adresse im Internet anzugeben. Und wer erst einmal auf einer Liste steht, kommt für gewöhnlich nicht mehr davon runter. Gleichzeitig werden Sie häufig gezwungen, Ihre Adresse preis zu geben. Wenn Sie irgendwelche kostenlose Angebote Nutzen möchten, müssen Sie sich meistens registrieren; also Ihre E-Mail Adresse preis geben. Sie "bezahlen" also mit Ihren Daten und den daraus resultierenden, unerwünschten Werbebotschaften. Wenn einem "nur" Viagra verkauft werden soll, hat man ja noch Glück gehabt, denn häufig kommen Viren, Würmer und Trojaner auf diesen Weg gleich mit ins virtuelle Postfach geflattert.

Wie wollen Sie es also angesichts dieser Situation schaffen, Kunden und Interessenten dazu bewegen, Ihnen ihre E-Mail Adresse freiwillig zur Verfügung zu stellen?

Bieten Sie etwas

Egal welches Produkt Sie verkaufen: Ein Newsletter ist kein Werbeletter. Jeder von uns wird mit Werbung überhäuft und Letzte, was wir brauchen und wollen, ist mehr Werbung.

  • Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden.
    • Was würde Sie interessieren?
    • Was könnte Sie motivieren, einen Newsletter zu bestellen und auch zu lesen?

  • Bieten Sie nützliche Informationen an

  • Formulieren Sie dezent und unaufdringlich

  • Der werbliche Inhalt darf nicht dominant sein

Machen Sie die Anmeldung einfach

Sie müssen dem Kunden zeigen, dass Sie kein Viagra-Verkäufer sind. Seriösität ist das Schlagwort:

  • Verlangen Sie nicht mehr Informationen, als Sie brauchen

    • Je mehr der Kunde ausfüllen muss, umso höher wird die Barriere
    • Sie dürfen ohnehin keine Daten speichern, die Sie nicht unmittelbar für den Versand benötigen (Datenminimierungsgebot im Bundesdatenschutzgesetz)

  • Nicht nur die Anmeldung, auch die Abmeldung muss einfach, schnell und problemlos möglich sein

    • Zeigen Sie schon auf der Homepage, dass eine Abmeldung einfach möglich ist
    • Hinterlegen Sie auf jeder Mail einen Abmelde-Link

  • Versenden Sie eine automatische Verifizierungs-Mail

    • Um die Adresse zu überprüfen und
    • Um Missbrauch zu verhindern

  • Verkomplizieren Sie die Anmeldung nicht

    • Die Frage, ob der Empfänger eine HTML- oder Text-Mail erhalten möchte ist unnötig, denn
      • Viele User kennen den Unterschied gar nicht
      • HTML-Mails sind leserfreundlicher
    • Versenden Sie statt dessen Mail im Multipart-Format und überlassen Sie dem E-Mail Programm des Kunden die (automatische) Entscheidung

Erstellen Sie ein Konzept

Planen Sie bereits im Vorfeld Ihre Kapazitäten für einen Newsletter. Es ist nicht nötig, alle Artikel selber zu schreiben. Sammeln und Kommentieren Sie Neuigkeiten aus Ihrer Branche und stellen Sie sie Ihren Lesern (mit Quellenangabe) zur Verfügung. Für einen guten Newsletter reicht häufig Branchenkenntnis und ein Gefühl, was Ihren Leser interessieren könnte.

Schauen Sie hierbei ruhig über den Tellerrand hinaus. Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Interessen Ihre Kunden genrell haben und versorgen Sie ihn mit den entsprechenden Informationen. Können Sie ihm Tipps, Anleitungen und Hilfen für die Bedienung Ihrer Produkte geben? Haben Sie nützliche Informationen das Umfeld oder den Einsatz Ihrer Produkte betreffend?

Übertreiben Sie es nicht

Wenn Sie nicht gerade eine Nachrichtenagentur sind, haben Sie nicht genügend interessante Neuigkeiten, um jeden Tag einen Newsletter zu verschicken. Alle zwei Wochen bis einmal im Monat sind ein guter Schnitt. Lassen Sie die Abstände aber auch nicht zu groß werden. Versenden Sie Ihren Newsletter Dienstags bis Donnerstags. Am Montag hat sich häufig viel Spam vom Wochenende angesammelt (und Sie möchten ja nicht dazu gerechnet werden) und am Freitag sind viele Mitarbeiter bereits in Gedanken im Wochenende.

Führen Sie eine Erfolgskontrolle durch

Erfassen Sie:

  • Die zugestellten Mails
  • Die nicht zustellbaren Mails
  • Die Öffnungsrate
  • Die Klickrate

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