Donnerstag, 4. November 2010

Briefträger sollen E-Postbrief an der Haustür vertreiben

Die Post will ihren Postboten eine Prämie für jeden neu hinzugewonnen Kunden bezahlen, der einen Zugang zum E-Post-Service bucht.

Im Interview mit der Rheinischen Post am 4.11.2010 erklärt Postvorstand Jürgen Gerdes, wie der Konzern die Telekom beim elektronischen Brief abhängen will.
Er glaubt gleichzeitig, dass die Post dieses Weihnachten so viele Pakete ausliefert wie noch nie.

Das entscheidende Kriterium bei der sicheren elektronischen Kommunikation ist das Vertrauen der Kunden in den Anbieter. Und da genießen wir großen Vorsprung.

Die meisten Privatkunden versenden nicht mehr als zwei bis drei Briefe im Monat.
Da zählt vor allem Sicherheit der Zustellung.
Und Anmeldung, Registrierung und Empfang sind sowieso kostenlos.

Wir haben eine Million Privatkunden und über 100 große Firmen für den E-Postbrief gewonnen.

Kommentar:
Wer bekommt nicht auch in den letzten Wochen vermehrt Werbung zum E-Brief, egal per Post oder als Beilagen in Zeitschriften.
Die Fernsehwerbung und Zeitungs-Annoncen werden mit einer erheblichen Marketing-Budget unterstützt und dafür sind die Reaktionen doch sehr gering.

Als neutraler Betrachter bringt der E-Brief mir keine Vorteile, da sogar der Preis mit 55 Cent der gleiche ist. Dafür geht die persönliche Note verloren und ein E-Brief kann auf meinem Computer bei den vielen Spams und Virenangriffen unter gehen.

Bei dem heute erschienenen Interview kann ich auch keine Argumente für den E-Brief finden. Eher das Gegenteil, wenn die Postboten durch Prämien motiviert werden mich zu überreden und sie gleichzeitig mehr Arbeit durch die Zustellung von Paketen erwarten.

Da schau ich mich eher in den verschiedenen Blogs und Fachzeitschriften um, bei denen vor erheblichen Sicherheitslücken bei E-Brief und DE_MAIL gemahnt wird.



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