Freitag, 5. November 2010
Stuxnet: Der erste Virus für Automatisierungssysteme
13:45 | Eingestellt von
Claudia Gadebusch |
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Bereits seit einigen Monaten ist die Existenz eines Virus namens Stuxnet bekannt, der speziell für Angriffe auf Siemens-Automatisierungssysteme (WinCC sowie Speicherprogrammierbare Steuerungen) entwickelt wurde. Die Bedrohungslage zeigt dabei ein ambivalentes Bild. Nur eins ist Klar: Es ist höchste Zeit zum Handeln."Stuxnet ist ein äußerst innovatives und brandgefährliches Spionage-Tool, das ursprünglich zum Auslesen von industriellen Siemens-Scada-Datenbanken bestimmt war und eine ganze Reihe einzigartiger Technologien enthält." So ist es seit Anfang August auf den Internetseiten von www.searchsecurity.de zu lesen.Brandgefährlich stufen Experten die Sicherheitslücke deshalb ein, weil Stuxnet zur Fernsteuerung von Anlagen dienen kann. Daher brachte die Tatsache, dass die Atomanlagen im iranischen Buschehr von Stuxnet betroffen sind, die Sache in die breite Öffentlichkeit.Der Aufwand für die Entwicklung von Stuxnet wird als sehr hoch eingeschätzt, so dass Geheimdienste als Uhrheber vermutet werden.
Quelle: SPS-MAGAZIN Ausgabe 11, Seite 30, November 2010
Kommentar:
Dieser Bericht liest sich wie ein Abenteuer-Science-Fiction-Roman, welche durch folgendes Zitat verdeutlicht wird: "Ich denke, dass dies der Auftakt zu einem neuen Zeitalter ist: die Zeit des Cyber-Terrorismus, der Cyber-Waffen und der Cyber-Kriege."
Demnach sei die Industriespionage unter Einbeziehung von Automatisierungssystemen bereits im vollem Gang. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) mahnt zur Versachlichung der Debatte und bietet Hilfe an: www.bsi.bund.de
Nach bisher vorliegenden Berichten verhält sich das Virus zunächst überaus harmlos und kann leicht beseitigt werden. Nach Siemens-Aussagen sind bisher nur 15 Fälle gemeldet worden, bei denen Stuxnet auf Rechnern im Umfeld von Industrieanlagen festgestellt wurde. In keinem der Fälle war die Steuerung oder der Betrieb der Anlage beeinträchtigt. www.siemens.de
Bedenklich ist die Tatsache, das die verschiedenen Geheimdienste Sicherheitslücken im Betriebssystem von Microsoft nutzen und einen Virus gezielt aktivieren können, um z.B. Atomanlagen zu manipulieren oder Fern zusteuern.
Stuxnet zeigt deutlich, dass die Sicherheitsanforderungen in der Automatisierungstechnik ein wichtiges Thema ist und uns in Zukunft intensiv beschäftigen wird.
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