Mittwoch, 7. April 2010

Der Weg von der Insel!





Mit Kommunikation neue Brücken bauen.


Mit der weltweiten Vernetzung über Internet ist die Globalisierung bis in die Fertigungsautomatisierung vorgestoßen. Fast alle neuen speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) besitzen einen Web-Server, wodurch jederzeit Spezialisten durch Ferndiagnose auf die Anlagen zugreifen können. Die Vorteile eines 24 h-Supports durch Spezialisten und einer durchgängigen Anlagenverfügbarkeit steht die Gefährdung der Sicherheit durch Spionage und Datenmanipulation gegenüber.
SIEMENS hat mit seinem TIA-Konzept (s. u.) basierend auf SIMATIC immer schon Brücken für bestehende Insellösungen geschaffen, welche durch die neue SIMATIC S7-1200 und die neue Automatisierungsplattform durchgängig erweitert wird.

TIA steht für „Totally Integrated Automation“ und bezeichnet das Konzept einer durchgängigen und automatisch integrierenden Anlagenwelt, bei der jedes Element miteinander kommuniziert und interagiert. Mit seinen sechs charakterisierenden Systemeigenschaften (Engineering, Kommunikation, Diagnose, Safety, Security und Robustheit) unterstützt Totally Integrated Automation den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage.
Instandhaltungs- und Modernisierungsaufgaben werden oft Modulweise realisiert. Jetzt kann bei kompakten und preissensitiven Anforderungen mit einer S7-1200 gestartet werden. Durch die integrierte PROFINET-Schnittstelle auf allen CPU’en werden die Brücken zu den benachbarten Modulen und zum Leitsystem ohne zusätzliche Hardware-Kosten aufgebaut.
Jede Insel hat einen „Leuchtturm“ in Form einer Bedien- und Beobachtungsstation, welches Software mäßig komplett in dem Steuerungsprogramm integriert ist und somit keinen zusätzlichen Engineering- und Kostenaufwand verursacht.

Zeit, Kosten und Qualität sind entscheidende Hebel, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Ziel muss es sein, bei einem Höchstmaß an Flexibilität die Zeit von der Idee zur fertigen Maschine bzw. zum fertigen Produkt zu verkürzen. Gleichzeitig sollen die Kosten minimiert und die Qualität gesteigert werden.

Mit den TIA-Systemeigenschaften der SIMATIC-Produktfamilie erfüllt SIEMENS diese Anforderungen und ist erfolgreich in allen Branchen zu Hause. In der Fertigungsautomatisierung wird immer mehr modularisiert und standardisiert, damit die hohen Anforderungen von Kosten- und Zeitersparnis messbar umgesetzt werden können. So sind z.B. Transportbänder, Ein-/ Ausgangskontrollen, Verpackungseinheiten und Zwischenlagerstationen universal einsetzbar, weil nur durch Parameterübergaben die Chargenverfolgung erfolgt. Diese einzelnen Funktionseinheiten können auch als autarke Inseln bezeichnet werden, welche durch standardisierte Kommunikation Brücken bauen ohne die Sicherheit des Moduls zu gefährden.

Vom Automobilbereich bis zur Nahrungsmittelindustrie ist die Standardisierung in einzelne Moduleinheiten soweit fortgestritten, dass nur noch per Drag- und Drop-Funktion ganze Anlagenbereiche neu parametriert werden, damit Marktveränderungen und Kundenwünsche ohne Zeit- und Kostenaufwand umgesetzt werden können.

Das Zusammenspiel macht den Unterschied!

Am Beispiel einer Getränkeabfüllanlage können die einzelnen Inseln wie Reinigungsanlage, Transportbänder, Abfüllbereich, Verpackung bis zur Lagerverwaltung von unterschiedlichen Maschinenbauern / Produktlieferanten angefertigt worden sein. Wichtig ist für die Qualitäts- und Produktionsverfolgung, dass die richtigen Parameter über standardisierte Kommunikationsbrücken von einer Funktionseinheit zur nächsten als Begleitdokumentation übergeben wird.

Diese standardisierte Kommunikationsbrücke wird von der PNO zertifiziert, welche neben PROFIBUS jetzt immer mehr das Ethernet basiert PROFINET-Protokoll vorantreibt. Somit sind alle SIMATIC CPU’en von der neuen S7-1200 bis zur S7-400-Familie perfekt für die Zukunft vorbereitet, weil sie diese Standardschnittstelle im Bauch hat und in einem optimalen Preis-/Leitungsverhältnis alle Aufgaben durchgängig erfüllen.

Ein Highlight ist die neue Projektierungsplattform „TIA Portal“ mit integriertem WinCC Basic als Visualisierungssoftware und allen benötigten Schnittstellen in STEP7 Basic, damit die Engineering-Zeit und -Kosten minimiert werden können. Eine Erweiterung der Funktionalität z.B. der Qualitätsanforderung oder Instandhaltung kann ohne Programmierkenntnisse erfolgen.

„Wenn Sie wissen möchten, in wie weit sich Ihre bestehenden Anlagen in das TIA-Umfeld integrieren lassen, wenden Sie sich am Besten an den Siemens Support oder beauftragen einen Experten, der sie unparteiisch über Integrationsmöglichkeiten informiert und dadurch die Investitionskosten zur Erhöhung Ihrer Qualitäts- und Verfügbarkeitsanforderungen bis zu 70% reduzieren kann,“ erklärt Dipl. Ing. Claudia Gadebusch, Geschäftsführerin der SAGO-Tec GmbH.

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