Donnerstag, 22. April 2010

Lidl darf nicht mehr mit fairer Produktion werben!

Lidl muss nach einer Klage von Verbraucherschützern und Menschenrechtlern auf Werbung für Kleidung aus angeblich weltweit fairer Produktion verzichten. ... Lidl muss nach einer Klage von Verbraucherschützern und Menschenrechtlern auf Werbung für Kleidung aus angeblich weltweit fairer Produktion verzichten.
Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lidl134.html

""Lidl setzt sich für sozialverträgliche Arbeitsbedingungen ein", ist dort zu lesen.

Das Versprechen des Unternehmens gilt auch für die Arbeiterinnen und Arbeiter, die in Bangladesch T-Shirts, Hosen, Jacken und Unterwäsche für Lidl herstellen. "Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern" will man nach eigenem Bekunden "einen Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen in der weltweiten Lieferkette" leisten. Lidl bekennt sich zu einem Verhaltenskodex, der auf den Grundsätzen der Vereinten Nationen beruht. Überlange Arbeitszeiten, Hungerlöhne und Kinderarbeit sind darin verboten."
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,687643,00.html

Kommentar: 

Gerade was die Behandlung von Mitarbeitern betrifft ist Lidl ja stark in die Kritik geraten. Ein solch angeschlagenes Image kann man nur reparieren, indem man ehrliche Gegenmaßnahmen einleitet. Eine reine Kampagne reicht da nicht, man muss auch handeln.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Lidl diese Kampagne gestartet hat, ohne vorher entsprechende Vereinbarungen mit Bangladesh zu treffen.

Die Frage, die sich stellt, ist: Was kann man eigentlich tun, wenn verantwortlich handeln möchte? In Deutschland reicht vermutlich ein entsprechendes Vertragswerk. In Bangladesh? Wenn man da mit dem Vertriebsleiter durch die Räume geht und die Mitarbeiter befragt, bekommt man garantiert keine negative Antwort. Da muss man schon eine richtige Untersuchung machen, das Vertrauen der Leute gewinnen etc..
Und selbst dann... Wenn da eine Hilfsorganisation nachfragt bekommt sie garantiert ganz andere Antworten als ein Lidl-Mitarbeiter, selbst wenn er sich die Mühe machen sollte, nachzufragen.

Also doch wieder in Deutschland produzieren oder gleich auf eine entsprechende Kampagne verzichten und schön billig produzieren?

Schließlich ist ja der Kunde König... und der möchte beim Discounter auch Discount-Preise.


Bild © Dieter Schütz / PIXELIO

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