Donnerstag, 6. Mai 2010

Expo soll Chinas Aufstieg demonstrieren

China inszeniert mit gewaltigem Aufwand die größte Weltausstellung aller
Zeiten in Shanghai. Wie schon die Olympischen Spiele von 2008 soll auch dieses
Mega-Ereignis Pekings politische und wirtschaftliche Weltmacht-Ambitionen
unterstreichen. Bis zu 100 Millionen Besucher werden erwartet, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs.

193 Staaten, 49 internationale Organisationen und Industriegruppen haben
keine Kosten und keinen Aufwand gescheut. Die 242 Nationen-Pavillons und
Gemeinschaftsstände wetteifern mit 20 000 Shows und den aufwendigsten
Präsentationen, die jemals auf einer Expo zu sehen waren, um die Aufmerksamkeit
der Besucher.
Zum deutschen Nationentag hat sich Bundespräsident Köhler angesagt. Allein 47 Delegationen deutscher Minister und Vertreter der 16 Bundesländer planen Expo-Reisen.

Quelle: Rheinische Post vom 5. Mai 2010, B11

Kommentar:
Die Weltausstellung Expo ist eine internationale, technische und kunsthandwerkliche Leistungsschau, die im 19. Jahundert im Zuge der Industrialisierung aufkam. Die erste Weltausstellung wurde auf Anregung von Prinz Alberts 1851 im Londoner Hyde Park abgehalten. Viele große Kunstwerke wurden geschaffen, so wie der Eifelturm, doch was bleibt in Erinnerung? Wo fanden die letzten Expos statt?
http://www.expo2010-deutschland.de/

Die bisher einzige deutsche Expo fand 2000 in Hannover statt und hat uns Steuerzahler viel Geld gekostet. In Schanghai hat allein der 6000 m2 große deutsche Pavillion rund 50 Mio. € gekostet, mehr als je zuvor (Quelle: VDI nachrichten S.7 30.4.2010).

Die USA fördern seid 2001 keine amerikanischen Beteidigungen mehr, weil Expos "unzeitgemäße Imageprojekte" seien. Mit genug Druck und Überzeugung konnte China die Beteidigung der USA bewirken. Denn ohne US-Teilnahme wäre die Expo in den Augen Pekings kein voller Erfolg ( Quelle Rheinische Post B11 5.5.2010).
Die nächste Expo findet 2012 in Yeosu, Südkorea statt. Wir können sehr gespannt sein, welche Länder sich dort beteidigen und mit wieviel Geld die deutschen Steuerzahler beteidigt sind.

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