Mittwoch, 29. Dezember 2010

Das neue TIA Portal: Fluch oder Segen?

"Beginn einer neuen Ära"

Das TIA-Portal ist sicher die Bedeutendste Neuheit, die es auf der diesjährigen SPS/IPC/Drives zu sehen gab. Sie ist die Basis des Engineerings für die Simatic-Welt der nächsten Generation. Langfristiges Ziel ist die Zusammenführung sämtlicher Disziplinen des Engineerings in einer zentralen Oberfläche, eines sogenannten Frameworks.

Quelle: SPS Magazin, Ausgabe 12, Dezember 2010, Seite 14

Kommentar:
Zur Zeit gibt es keine Fachzeitschrift, in der Siemens nicht einen großen Marketingauftritt zum neuen TIA-Portal hat. Meistens noch unterstützt durch einen Werbebanner um die Zeitschrift, ganzseitige Werbung und Fachartikel.
Das Roll Out mit Live-Veranstaltungen und Kundenpräsentationen ist schon im vollen Gange, dabei ist die Software noch nicht zur Lieferung freigegeben.

Doch was bedeutet dieser große Auftritt "Die Zukunft des Engineerings beginnt jetzt" für mich?

Kann ich mein Wissen und Erfahrungen der letzten Jahre mit Siemens Produkten wegschmeißen und alles neu lernen, auch wenn es als intuitive und kinderleicht angepriesen wird? Werden die jetzt in meinen Standardlösungen eingesetzten Produkte bald abgekündigt und ich habe somit doppelten Aufwand für Service/ Instandhaltung?

Ich stelle viele Fragen und vor allem Verunsicherung bei meinen Kunden fest, welche durch die einseitige Kommunikation von Siemens unfreiwillig entstanden ist.

Natürlich möchte Siemens durch diesen großen Marketingauftritt die Vorteile der neuen Software hervorheben: Das Portal soll ein Segen für die Programmierer werden, weil sie nur noch eine Engineering-Plattform benötigen!

Trotzdem sollte die Kommunikation zu den Bestandskunden, welche teilweise noch Simatic S5 und Produkte vor dem 1.10.2007 einsetzen, offen und ehrlich geführt werden.

Für wen lohnt sich der Einstieg jetzt und wann werde ich gezwungen, auf das neue TIA-Portal umzusteigen?
Sollte ich jetzt schon Resteindeckung für die HMI Multi-Panels einplanen, weil die neuen Comfort-Panel schon im Lager liegen und nur noch mit der neuen Software projektiert werden können? Und wie sieht die Migration von alten Projekten auf die neue Plattform aus? Was kann übernommen werden und wo muss mit Anpassungen gerechnet werden?

Viele dieser Fragen werden sicherlich im 1.ten Quartal 2011 beantwortet werden, sobald die Software zu Verfügung steht.
Mit meinem TIA Koffer kann ich direkt den Beweis antreten, wie z.B. die Migration von Kundenprojekten realisiert werden kann und welche Stolpersteine evtl. auftreten können.

Ich bin davon überzeugt, dass das TIA Portal ein Segen sein wird, denn die Zusammenführung von WinCC und WinCC flexible ist genauso vorhanden wie eine einfache Übernahme von Step7-Projekten. Zusätzlich bietet mir das TIA-Portal umfangreichen Know-How-Schutz und Sicherheitsfunktionen, so dass die Anlagenverfügbarkeit erhöht und die Kosten gesenkt werden können.




Montag, 13. Dezember 2010

Intrexx Version 5.1 verfügbar

Screenshot Intrexx 5.1
Ab sofort ist die neue Intrexx-Version 5.1 erhältlich! Vor allem hinsichtlich der Bedienung und Darstellung in iPhone und iPad wurde Intrexx deutlich verbessert: So wird die Eingabe von Datum und Uhrzeit z.B. nun über ein sogenanntes „Spinnrad“ wesentlich vereinfacht. Die einzelnen Layout-Elemente sind nun zudem optimal an die Anforderungen des iPad angepasst.

Neu ist ebenfalls die Unterstützung von Gesten: u.a. können Datensätze nun ganz einfach durch „Wischen“ durchsucht werden. Darüber hinaus ist es mit Intrexx 5.1 möglich, Applikationen samt Rechten zu importieren, was die Rechtevergabe gerade bei komplexen Applikationen deutlich vereinfacht.

Weitere neue Features sind:
  • Intrexx iphoneTechnologische Basis für die Integration von Daten aus MS Exchange
    Ab der Version 5.1 können Sie den neuen Business Adapter für MS Exchange einsetzen. Dies bietet Ihnen vollkommen neue Möglichkeiten bei der Applikationserstellung!

  • Darstellung von Charts auf iPhone und iPad
    Damit haben Sie jederzeit den perfekten Überblick über die Entwicklung Ihres Unternehmens!

  • Unterstützung des dynamischen Filters bei mobilen Endgeräten
    Dies ermöglicht die interaktive Einschränkung von Ergebnismengen bei der Auswahl von Datensätzen.

  • Integration der Ansichtskontrolle „FileWalker“ in die Portal-Suche
    Jetzt können auch Dateien aus dem Filesystem des Unternehmens durchsucht werden, die in Intrexx Applikationen eingebunden wurden.

  • Definition von Prioritäten bei Datengruppen
    Dies erlaubt ein gezieltes Ranking der Suchergebnisse.

  • Unterstützung von Excel-Import auf Linux Systemen

  • Unterstützung für OpenOffice Dokumente

Ein Dokument mit allen neuen Features der Version 5.1 können Sie hier kostenlos herunterladen.

Kunden, die bereits auf Intrexx 5 migriert haben bzw. einen Software Service Vertrag besitzen, erhalten die neue Version kostenlos. Die erworbenen Lizenzschlüssel der Version Intrexx Professional 5.0 sind weiterhin gültig.
Dienstag, 7. Dezember 2010

Den perfekten Newsletter erstellen

E-Mails sind ein großer Vorteil des Internets. Ohne Zeitverzögerung und Portokosten kommen die Briefe direkt beim Empfänger an. Ohne viel Aufwand kann man seine Nachrichten breit streuen und weltweit verteilen.

Die daraus resultierenden Folgen kennen wir alle: Spam

Es wird geschätzt, dass bis zu 90 % des Nachrichtenverkehrs im Internet aus diesen Spam-Mails bestehen. Jeder, der eine E-Mail Adresse hat, hat auch schon mit Spam zu tun gehabt. Eine sichere Methode, um den eigenen Spam-Erhalt zu steigern besteht darin, seine E-Mail Adresse im Internet anzugeben. Und wer erst einmal auf einer Liste steht, kommt für gewöhnlich nicht mehr davon runter. Gleichzeitig werden Sie häufig gezwungen, Ihre Adresse preis zu geben. Wenn Sie irgendwelche kostenlose Angebote Nutzen möchten, müssen Sie sich meistens registrieren; also Ihre E-Mail Adresse preis geben. Sie "bezahlen" also mit Ihren Daten und den daraus resultierenden, unerwünschten Werbebotschaften. Wenn einem "nur" Viagra verkauft werden soll, hat man ja noch Glück gehabt, denn häufig kommen Viren, Würmer und Trojaner auf diesen Weg gleich mit ins virtuelle Postfach geflattert.

Wie wollen Sie es also angesichts dieser Situation schaffen, Kunden und Interessenten dazu bewegen, Ihnen ihre E-Mail Adresse freiwillig zur Verfügung zu stellen?

Bieten Sie etwas

Egal welches Produkt Sie verkaufen: Ein Newsletter ist kein Werbeletter. Jeder von uns wird mit Werbung überhäuft und Letzte, was wir brauchen und wollen, ist mehr Werbung.

  • Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden.
    • Was würde Sie interessieren?
    • Was könnte Sie motivieren, einen Newsletter zu bestellen und auch zu lesen?

  • Bieten Sie nützliche Informationen an

  • Formulieren Sie dezent und unaufdringlich

  • Der werbliche Inhalt darf nicht dominant sein

Machen Sie die Anmeldung einfach

Sie müssen dem Kunden zeigen, dass Sie kein Viagra-Verkäufer sind. Seriösität ist das Schlagwort:

  • Verlangen Sie nicht mehr Informationen, als Sie brauchen

    • Je mehr der Kunde ausfüllen muss, umso höher wird die Barriere
    • Sie dürfen ohnehin keine Daten speichern, die Sie nicht unmittelbar für den Versand benötigen (Datenminimierungsgebot im Bundesdatenschutzgesetz)

  • Nicht nur die Anmeldung, auch die Abmeldung muss einfach, schnell und problemlos möglich sein

    • Zeigen Sie schon auf der Homepage, dass eine Abmeldung einfach möglich ist
    • Hinterlegen Sie auf jeder Mail einen Abmelde-Link

  • Versenden Sie eine automatische Verifizierungs-Mail

    • Um die Adresse zu überprüfen und
    • Um Missbrauch zu verhindern

  • Verkomplizieren Sie die Anmeldung nicht

    • Die Frage, ob der Empfänger eine HTML- oder Text-Mail erhalten möchte ist unnötig, denn
      • Viele User kennen den Unterschied gar nicht
      • HTML-Mails sind leserfreundlicher
    • Versenden Sie statt dessen Mail im Multipart-Format und überlassen Sie dem E-Mail Programm des Kunden die (automatische) Entscheidung

Erstellen Sie ein Konzept

Planen Sie bereits im Vorfeld Ihre Kapazitäten für einen Newsletter. Es ist nicht nötig, alle Artikel selber zu schreiben. Sammeln und Kommentieren Sie Neuigkeiten aus Ihrer Branche und stellen Sie sie Ihren Lesern (mit Quellenangabe) zur Verfügung. Für einen guten Newsletter reicht häufig Branchenkenntnis und ein Gefühl, was Ihren Leser interessieren könnte.

Schauen Sie hierbei ruhig über den Tellerrand hinaus. Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Interessen Ihre Kunden genrell haben und versorgen Sie ihn mit den entsprechenden Informationen. Können Sie ihm Tipps, Anleitungen und Hilfen für die Bedienung Ihrer Produkte geben? Haben Sie nützliche Informationen das Umfeld oder den Einsatz Ihrer Produkte betreffend?

Übertreiben Sie es nicht

Wenn Sie nicht gerade eine Nachrichtenagentur sind, haben Sie nicht genügend interessante Neuigkeiten, um jeden Tag einen Newsletter zu verschicken. Alle zwei Wochen bis einmal im Monat sind ein guter Schnitt. Lassen Sie die Abstände aber auch nicht zu groß werden. Versenden Sie Ihren Newsletter Dienstags bis Donnerstags. Am Montag hat sich häufig viel Spam vom Wochenende angesammelt (und Sie möchten ja nicht dazu gerechnet werden) und am Freitag sind viele Mitarbeiter bereits in Gedanken im Wochenende.

Führen Sie eine Erfolgskontrolle durch

Erfassen Sie:

  • Die zugestellten Mails
  • Die nicht zustellbaren Mails
  • Die Öffnungsrate
  • Die Klickrate
Donnerstag, 2. Dezember 2010

Enterprise Portalsoftware Intrexx für Mac OS X

Durch den Erfolg von iPhone und iPad rücken nun auch die Apple-Rechner immer mehr in den Fokus der Unternehmen. Das Problem: Für den Mac gibt es bislang kaum Business-Software. Um diese Lücke zu schließen, veröffentlicht United Planet nun die erste Software für den Mac, mit der webbasierende Business-Applikationen und Enterprise Portale erstellt und betrieben werden können.

Freiburg, den 17. November 2010. Nachdem iPhone und iPad in den Unternehmen bereits angekommen sind, werden nun auch die Apple-Rechner verstärkt im Business-Umfeld eingesetzt. Sorgt der Einsatz der Macs bei Unternehmen wie dem Springer Verlag oder Google für Schlagzeilen, sind es aber wohl eher kleinere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern, die auf den Apfel setzen.

Verwunderlich ist die Entwicklung hin zum Mac im Business-Umfeld keinesfalls, da der Apple-Computer gerade in puncto Benutzerfreundlichkeit einiges zu bieten hat. Was bisher zum Durchbruch des Mac im Geschäftsumfeld allerdings fehlte, war eine umfassende und leistungsfähige Business-Software für den Apple-Rechner. Diese Lücke schließt der Freiburger Softwarehersteller United Planet (www.unitedplanet.com) nun mit seiner Portalsoftware Intrexx: Ab sofort ist Deutschlands meistverkaufte Portalsoftware im Mittelstand auch in einer Version für das Betriebssystem Mac OS X verfügbar.

Nun können auch Mac-User webbasierende Business-Applikationen und Enterprise Portale im gewohnten Apple „Look and Feel“ erstellen und betreiben und so die Geschäftsprozesse ihres Unternehmens optimieren. Egal, ob Unternehmen Anwendungen zum Management von Dokumenten, Kundendaten und Ressourcen erstellen, Antragsverfahren (z.B. für Urlaubsanträge) automatisieren oder Portale für Mitarbeiter, Partner und Kunden einrichten möchten – mit Intrexx ist dies alles vollkommen ohne Programmieraufwand möglich. So wird der Apple-Rechner innerhalb kürzester Zeit zu einer wahren Business-Maschine, mit der Informationen gezielt verteilt und die Abläufe des gesamten Unternehmens effizient gesteuert werden können.

Aber damit nicht genug: Alle Business-Apps und -Daten aus dem Unternehmensportal, wie beispielsweise die Kundenkartei oder der Dienstplan, können mit Intrexx mit wenigen Mausklicks auch auf iPhone und iPad gebracht werden – mit allen gerätetypischen Kontrollen und Funktionen. Dies eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten für das mobile Business: Einerseits können die Mitarbeiter dadurch jederzeit und von jedem Ort aus auf alle wichtigen Unternehmensdaten zugreifen. Darüber hinaus werden sie nun über ihr Smartphone auch außerhalb des Büros in die betrieblichen Abläufe eingebunden. Im Haus können die Mitarbeiter via WiFi gebührenfrei sogar mit dem iPod auf die Daten aus dem Enterprise Portal zugreifen. Dies kann gerade bei Meetings überaus praktisch sein.

Da das Portal im Browser des mobilen Endgerätes läuft, ist keine Installation der Software auf dem Gerät selbst nötig. Der User loggt sich einfach über das Web ein und hat daraufhin Zugriff auf die Applikationen des Unternehmensportals. Eine 5-User-Version von Intrexx bietet United Planet bereits für 49 Euro an. Zahlreiche weitere Unternehmenslösungen können zudem im Intrexx Application Store von United Planet heruntergeladen werden. So kann sich jedes Unternehmen seine eigene Business-Software selbst zusammenstellen.

Quelle: United Planet
Mittwoch, 1. Dezember 2010

Das TIA Portal von Siemens definiert Engineering neu

"Die Zukunft des Engineerings beginnt jetzt"

Siemens gab letzte Woche auf der SPS Drive Messe in Nürnberg den Startschuss für eine neue Ära in Sachen Engineering.
Zentrales Element hierfür ist das Framework "TIA Portal", welches die Basis aller künftigen Engineering-Systeme zur Projektierung, Programmierung und Inbetriebnahme der Automatisierungsgeräte und Antriebssysteme von Siemens sein wird.

So werden künftig beispielsweise alle Geräte und Feldbusse nur noch mit einem gemeinsamen Geräte- und Netzwerk-Editor konfiguriert. Projektnavigation, Bibliothekskonzepte, Datenhaltung, Projektablage, Diagnose und Online-Funktionen werden vereinheitlicht und dem Anwender über eine gemeinsame Rahmenapplikation bereitgestellt.
Zudem sind Daten wie Parameter, Bausteine, Tags, oder Meldungen nur noch einmal an einer Stelle einzugeben.

Step7 V11 dient der Projektierung, Programmierung und Diagnose sämtlicher SIMATIC-Controller - angefangen bei der Klein-Steuerung SIMATIC S7-1200, die Siemens bereits zur Hannover Messe 2009 als Nachfolger der S7-200-Generation auf dem Markt gebracht hat, über die bisherige Steuerungsfamilien SIMATIC S7-300 und -400 bis hin zur PC-basierten Automatisierung SIMATIC WinAC.

Quelle: Titelstory der offiziellen SPS/ IPC/ DRIVES Messe-Zeitung 2010, vom 24.11.2010

Kommentar:
Ich war 2 Tage auf der Messe und bin vom neuen TIA-Portal begeistert.
Zumal auch ganz neue Comfort Panels für anspruchsvolle HMI-Aufgaben präsentiert wurden.
Im neuen TIA Portal sind auch die ersten Schritte für die Zusammenführung von WinCC flexible und WinCC V7 enthalten.

Wir hatten dieses Portal schon im Frühjahr mit der S7-1200 und den Basic Panels im Zusammenspiel unseren Kunden präsentiert.

Jetzt können wir mit dem vorhandenen TIA-Koffer die Durchgängigkeit und Migrations-Möglichkeiten individuell auf Ihre Anforderungen einsetzten.

Das neue TIA Portal wird voraussichtlich Ende Januar zu Verfügung stehen.
Begleiten Sie mich bei der Produkteinführung zur SIEMENS After5 Veranstaltung in der Region:

Ich werde am 9.12.2010 in Mülheim auf Sie warten



Montag, 22. November 2010

Was ist eigentlich CRM?

Customer Relationship Management (CRM) hat es schon immer gegeben.
Im Individualkunden-Bereich, vom Tante-Emma-Laden bis zur Kosmetikberaterin, kennt es jeder. Allerdings benutzte man dort Worte wie Kundenbindung, Kundennähe oder Kundentreue.

CRM ist kein Modewort, kein neues Marketingkonzept, kein neues Kostensenkungsprogramm und auch kein IT-Konzept.

CRM ist ein Managementkonzept, mit dessen Hilfe sich ein Unternehmen zur Erzielung wirtschaftlichen Erfolgs bewusst, gezielt, systematisch und langfristig auf die Bedürfnisse seiner Kunden einstellt.

In den letzten 20 Jahren hat es viele Anläufe gegeben, Marketing und Vertrieb schlagkräftiger zu machen. Die EDV darf nicht länger nur als Kontroll- und Disziplinierungsinstrument verstanden werden. Sie gibt uns die Möglichkeit, unvorstellbare Datenmengen schnell und zielgerichtet auszuwerten und damit Entscheidungen auf Fakten gründen zu können.

Die klassischen Strategien von Qualitätsmanagement, Marketing und Vertriebssteuerungen haben ausgedient. CRM ist eine übergreifende Strategie zur Optimierung aller Funktionen und Prozesse (von der Produktion über Marketing, Vertrieb, Verkauf bis zum Support) im Hinblick auf die Kundenzufriedenheit, die Kundenloyalität und die Profitabilität.

Diese Strategie ist auf zwei Ziele ausgerichtet:
1. die Optimierung der bestehenden Kundenbeziehungen und
2. die Gewinnung hochwertiger Neukunden

Der Aufwand einen neuen Kunden zu gewinnen, ist fünfmal höher als einen Bestandskunden zu halten. Der große Trugschluss, dass alleine meine Produktqualität zur Kundenzufriedenheit beiträgt, ist lange schon bekannt.
Ursachen für Kundenverluste trägt zu 65% das Verhalten meines Personals und nur 15% die Produktqualität.

Wesentlich zum Unternehmenserfolg trägt ein Beschwerdemanagement bei, also die systematische Entgegennahme, Analyse und Bearbeitung von Kundenbeschwerden.

CRM ist darauf ausgerichtet, den Aufbau und Erhalt von langfristigen Kundenbeziehungen abzusichern und in einem langfristigen Vorteil für Kunden und Unternehmen zu überführen.

Eine CRM-Strategie kann durch eine gute und passende Software unterstützt werden.
Bei der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen CRM-Softwarelösungen, ist die Frage nach der für mein Unternehmen richtigen CRM-Software wichtig.

Muss ich meine CRM-Strategie nach der einzusetzenden Software anpassen oder passt sich die Software ohne großen Aufwand an mein Unternehmen und meine Unternehmensstrategie an?



Mittwoch, 17. November 2010

Cloud Computing kann IT-Kosten halbieren

Cloud Computing bleibt (noch) ein Drahtseilakt.

IT-Sicherheit: Millionen Unternehmen setzen schon auf Cloud Computing, den Bezug von Software und Services via Internet. Ihre Daten werden bei einem internationalen Anbieter irgendwo auf der Welt gespeichert - und die rechtliche Lage ist im Ernstfall alles andere als klar.

Immer mehr Unternehmen setzen aus Kostengründen auf die Datenverarbeitung in der "Cloud": "Rechnen in der Wolke" bedeutet, dass eine IT-Landschaft nicht mehr vom Anwender selbst betrieben wird, sondern über Anbieter bezogen wird.
Die Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner des Unternehmens, sondern "in der Wolke", also auf irgendeinen Rechner des Anbieters, der in irgendeinem Land stehen könnte.

Amazon, HP, Microsoft, IBM, EMC, Oracel und Google verschieben täglich Daten in Millionen Servern von den USA über Asien nach Europa und wieder zurück - je nach den derzeit verfügbaren Rechenkapazitäten.
Noch vor wenigen Jahren war es für Unternehmen undenkbar, sensible Geschäftsdaten außerhalb ihrer Firewall zu verarbeiten. Inzwischen ist das Vertrauen in die Cloud-Computing-Anbieter gewachsen.

Quelle: VDI nachrichten Nr 43, 29.10.2010

Kommentar:
Beide Überschriften mit ihren Ausführungen stammen von der gleichen VDI nachrichten Ausgabe und scheinen sich zu wiedersprechen: IT-Kostenreduktion durch Sicherheitsverlust?

Der Titel "Cloud Computing kann IT-Kosten halbieren" wurde auf dem alljährlichen IT-Symposium der Marktforscher von Gartner in Orlando geprägt und ist ein wichtiges Barometer für die Branchenentwicklung im nachfolgenden Jahr.
Dort wurden auch aktuelle Zahlen genannt, indem z.B. 2010 über 19 Mio. Tablet-Computer abgesetzt werden, 2011 sollen es 55 Mio.sein.

"Das iPad setzt neue Maßstäbe in der Computernutzung, es ist das erste Apple-Gerät, das uneingeschränkt businesstauglich ist".
In Kombination mit Cloud-Computing ist es die Zukunft für Kostenreduzierung und Sicherheit.

Experten sind sich einig, dass Nutzer künftig immer häufiger über kleine mobile Geräte in der "Cloud" agieren werden. Der aktuelle Cisco-Sicherheitsbericht empfiehlt jedoch dringend, die Sicherheitsmaßnahmen bei Anbietern für Cloud Computing zu klären. Denn wenn viele Unternehmen sich nun bei einem Anbieter tummeln, bietet dieser für den Angreifer ein umso attraktiveres Ziel.




Freitag, 5. November 2010

Stuxnet: Der erste Virus für Automatisierungssysteme

Bereits seit einigen Monaten ist die Existenz eines Virus namens Stuxnet bekannt, der speziell für Angriffe auf Siemens-Automatisierungssysteme (WinCC sowie Speicherprogrammierbare Steuerungen) entwickelt wurde. Die Bedrohungslage zeigt dabei ein ambivalentes Bild. Nur eins ist Klar: Es ist höchste Zeit zum Handeln.

"Stuxnet ist ein äußerst innovatives und brandgefährliches Spionage-Tool, das ursprünglich zum Auslesen von industriellen Siemens-Scada-Datenbanken bestimmt war und eine ganze Reihe einzigartiger Technologien enthält." So ist es seit Anfang August auf den Internetseiten von www.searchsecurity.de zu lesen.

Brandgefährlich stufen Experten die Sicherheitslücke deshalb ein, weil Stuxnet zur Fernsteuerung von Anlagen dienen kann. Daher brachte die Tatsache, dass die Atomanlagen im iranischen Buschehr von Stuxnet betroffen sind, die Sache in die breite Öffentlichkeit.

Der Aufwand für die Entwicklung von Stuxnet wird als sehr hoch eingeschätzt, so dass Geheimdienste als Uhrheber vermutet werden.

Quelle: SPS-MAGAZIN Ausgabe 11, Seite 30, November 2010

Kommentar:
Dieser Bericht liest sich wie ein Abenteuer-Science-Fiction-Roman, welche durch folgendes Zitat verdeutlicht wird: "Ich denke, dass dies der Auftakt zu einem neuen Zeitalter ist: die Zeit des Cyber-Terrorismus, der Cyber-Waffen und der Cyber-Kriege."

Demnach sei die Industriespionage unter Einbeziehung von Automatisierungssystemen bereits im vollem Gang. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) mahnt zur Versachlichung der Debatte und bietet Hilfe an: www.bsi.bund.de

Nach bisher vorliegenden Berichten verhält sich das Virus zunächst überaus harmlos und kann leicht beseitigt werden. Nach Siemens-Aussagen sind bisher nur 15 Fälle gemeldet worden, bei denen Stuxnet auf Rechnern im Umfeld von Industrieanlagen festgestellt wurde. In keinem der Fälle war die Steuerung oder der Betrieb der Anlage beeinträchtigt. www.siemens.de

Bedenklich ist die Tatsache, das die verschiedenen Geheimdienste Sicherheitslücken im Betriebssystem von Microsoft nutzen und einen Virus gezielt aktivieren können, um z.B. Atomanlagen zu manipulieren oder Fern zusteuern.

Stuxnet zeigt deutlich, dass die Sicherheitsanforderungen in der Automatisierungstechnik ein wichtiges Thema ist und uns in Zukunft intensiv beschäftigen wird.


Donnerstag, 4. November 2010

Wollen Sie das Engineering von morgen heute schon erleben?


Wollen Sie das Engineering von morgen heute schon erleben?


Wer kennt nicht auch die ewigen Software-Updates und Modernisierungsanforderungen, um Sicherheitslücken zu schließen und neue Funktionen nutzen zu können.

Allein Microsoft hat am 14.10.2010 einen Patch zum Schließen von 51 Sicherheitslecks zu Verfügung gestellt.


In Produktionsanlagen sind geforderte Hochrüstungen oft mit viel Risiko und Kosten verbunden, weil die verschiedenen Maschinenbauer mit Wartungsverträgen nicht synchronisiert sind und es somit zu Anlagenstillständen kommen kann.


Auch an diesem Punkt kommt unser TIA-Koffer zum Einsatz: Bevor die Produktionsanlagen hochgerüstet werden, kann die Software mit Hilfe der vorhandenen Hardware im Vorfeld auf Funktionalität und Kompatibilität getestet werden.


Siemens ist seit vielen Jahren führend in der Entwicklung von Engineering-Software und stellt dabei stets die Effizienz, die intuitive Bedienung und die Zukunftssicherheit in den Vordergrund.


Vor ca.15 Jahren war der Umstieg von STEP5 nach STEP7 (SIMATIC S5 nach SIMATIC S7) ein gewaltiger Schritt mit vielen Reibungsverlusten und viele Produktionsbetreiber erwarten schon länger den nächsten Umstieg auf „??STEP9??“.


Ende November auf der SPS Drive in Nürnberg kündigt Siemens „die Einführung einer bahnbrechenden Engineering-Software für die Industrieautomatisierung“ an.


Die Firma SAGO-Tec GmbH kann direkt im Anschluss nach der Messe Sie dabei unterstützen, dass Ihre Produktionsanlagen ohne große Hardware-Investitionen mit der neuen Software weiterhin funktioniert und Sie die neuen Funktionen direkt nutzen können.


www.engineering-redefined.com


Ganz nach unserem Unternehmensleitspruch: „Grenzen überwinden und Brücken bauen“


Briefträger sollen E-Postbrief an der Haustür vertreiben

Die Post will ihren Postboten eine Prämie für jeden neu hinzugewonnen Kunden bezahlen, der einen Zugang zum E-Post-Service bucht.

Im Interview mit der Rheinischen Post am 4.11.2010 erklärt Postvorstand Jürgen Gerdes, wie der Konzern die Telekom beim elektronischen Brief abhängen will.
Er glaubt gleichzeitig, dass die Post dieses Weihnachten so viele Pakete ausliefert wie noch nie.

Das entscheidende Kriterium bei der sicheren elektronischen Kommunikation ist das Vertrauen der Kunden in den Anbieter. Und da genießen wir großen Vorsprung.

Die meisten Privatkunden versenden nicht mehr als zwei bis drei Briefe im Monat.
Da zählt vor allem Sicherheit der Zustellung.
Und Anmeldung, Registrierung und Empfang sind sowieso kostenlos.

Wir haben eine Million Privatkunden und über 100 große Firmen für den E-Postbrief gewonnen.

Kommentar:
Wer bekommt nicht auch in den letzten Wochen vermehrt Werbung zum E-Brief, egal per Post oder als Beilagen in Zeitschriften.
Die Fernsehwerbung und Zeitungs-Annoncen werden mit einer erheblichen Marketing-Budget unterstützt und dafür sind die Reaktionen doch sehr gering.

Als neutraler Betrachter bringt der E-Brief mir keine Vorteile, da sogar der Preis mit 55 Cent der gleiche ist. Dafür geht die persönliche Note verloren und ein E-Brief kann auf meinem Computer bei den vielen Spams und Virenangriffen unter gehen.

Bei dem heute erschienenen Interview kann ich auch keine Argumente für den E-Brief finden. Eher das Gegenteil, wenn die Postboten durch Prämien motiviert werden mich zu überreden und sie gleichzeitig mehr Arbeit durch die Zustellung von Paketen erwarten.

Da schau ich mich eher in den verschiedenen Blogs und Fachzeitschriften um, bei denen vor erheblichen Sicherheitslücken bei E-Brief und DE_MAIL gemahnt wird.



Mittwoch, 3. November 2010

Newsletter Service


A/B Splittest

Mit unserem A/B Splittest versenden Sie zwei Versionen Ihrer E-Mail Kampagne an zwei Teile Ihrer Empfängergruppe, um den besten Betreff oder Inhalt zu ermitteln. Die erfolgreichere Version wird automatisch auf Basis von performancebasierten Daten oder manuell an den Rest der Gruppe versendet.
A/B Splittest
Testen Sie zwei verschiedene Betreffzeilen, zwei verschiedene Inhalte oder beides.
Gewinnermittlung nach:
  • Öffnungsrate - Die Version mit der höchsten Öffnungsrate gewinnt.
  • Klicks - Die Version mit den meisten unique Klicks gewinnt.
  • Klicks auf einen Link - Wählen Sie einen bestimmten Link. Die Version mit den meisten unique Klicks auf diesen Link gewinnt.
  • Conversionrate - Die Version mit der höchsten Conversionrate gewinnt. (Funktioniert nur bei Verwendung von Conversion-Tracking)
  • Gewinner manuell festlegen - Nach Ablauf der Testzeit erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail. Sie können anschließend eine Version als Gewinner festlegen und an den Rest der Gruppe versenden.
Nach dem Versand des Splittests kann das A/B Ergebnis in Bereich Reports eingesehen werden. Hier besteht jederzeit die Möglichkeit, die Gewinner-Version manuell vor Ablauf der Testzeit festzulegen. Diese wird dann sofort an den Rest der Empfängergruppe versendet.
Analyse Splittest
Es gibt viele Gründe, warum A/B Splittests genutzt werden sollten.
  • Experimentieren Sie ein wenig und studieren Sie die Auswirkungen verschiedener Betreffzeilen. Ist die Öffnungsrate mit dem Betreff "Heute 20% Rabatt auf alle Produkte" oder mit "Heute zahlen Sie nur 80% bei uns" höher?
  • Finden Sie heraus, welches Design besser ankommt. Funktioniert als Call to Action ein einfacher Link oder ein bunter Button besser? (Als Call to Action (CTA) wird die Handlungsaufforderung bezeichnet.)
  • Automatisch mehr verkaufen! Kaufen Ihre Empfänger aktuell lieber Regenschirme oder Gummistiefel?
Egal was Sie testen möchten - durch das A/B Ergebnis erhalten Sie nützliche Informationen über Ihre Empfänger und E-Mail Kampagnen. Und wenn sich die Marketing-Abteilung und der Chef mal wieder nicht über den Betreff einig sind, dann ist die A/B Splittest-Funktion auch sehr nützlich.
Donnerstag, 23. September 2010

Warum bekomme ich so viele E-Mail-Werbungen und Newsletters?

Ist E-Mail-Werbung ohne ausdrücklicher Einwilligung erlaubt?

Wir bieten Newsletter-Service an und wiesen bisher ausdrücklich darauf hin, das der Versender (unser Auftraggeber) eine aktive Einwilligung vom Empfänger dokumentiert nachweisen sollte, damit es zu keiner Abmahnandrohung kommt, falls sich ein Empfänger beschwert.

Jetzt haben wir ein Urteil vom OLG Thüringen gefunden, welches diese strikte aktive Einwilligung aufweicht (OLG Thüringen, Urteil vom 21.4.2010, Az. 2 U 88/10).

Grundsätzlich gilt: Die Nutzung personenbezogener Daten, zu denen auch die E-Mail-Adresse gehört, steht unter dem Einwilligungsvorbehalt des Betroffenen, es sei denn das Gesetz sieht eine Ausnahme vor. Im Bereich der postalischen Werbung ist eine solche Ausnahme beispielsweise in § 28 Abs. 3 Satz 2 BDSG zu finden (sogenanntes „Listenprivileg“). Im Bereich der E-Mail-Werbung ist das Listenprivileg hingegen nicht anwendbar. Hier enthält § 7 Abs. 3 UWG eine Ausnahme. Danach darf E-Mail-Werbung ohne ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen versandt werden, wenn

1. ein Unternehmer im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung von dem Kunden dessen elektronische Postadresse erhalten hat,
2. der Unternehmer die Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet,
3. der Kunde der Verwendung nicht widersprochen hat und
4. der Kunde bei Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung klar und deutlich darauf hingewiesen wird, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.

In allen anderen Fällen bleibt es beim Erfordernis der ausdrücklichen Ein

willigung.

Quelle: Blog von Rechtsanwalt Christos Paloubis

Kommentar:

Diese Urteil beschränkt die E-Mail-Werbung ohne ausdrücklicher Einwilligung auf produktbezogene Kommunikation und kann nicht verallgemeinert als Freibrief gehandelt werden.

Deshalb wird auch zukünftig die aktive Einwilligung für Newsletters die einzigste Möglichkeit sein, um ohne Abmahndrohung Kunden per E-Mail zu informieren.

Selbstverständlich wird in jedem Newsletters der Abmeldebutton Pflicht bleiben und falls Sie nach bestätigter Abmeldung weiterhin Newsletters erhalten, dann haben Sie das Recht der Abmahnung.

Freitag, 17. September 2010

CLOUD-COMPUTING: Der Server-Schrank hat ausgedient

Angebote für Cloud-Computing-Lösungen bieten mittlerweile alle großen IT-Firmen an. Vor allem E-Mail-, Kalender- und Sicherheitsfunktionen werden verstärkt bei Dienstleistern gebucht. Diese Möglichkeit nutzen vermehrt auch kleine Unternehmen und verlegen Daten und Software ins Internet. Doch viele Firmen sind noch skeptisch.

Für fast alle Unternehmensbereiche gibt es inzwischen passende Programme in der Wolke, und alle großen IT-Firmen bieten Cloud-Computing-Lösungen an, darunter Hewlett-Packard, IBM, Microsoft,Oracle, Siemens oder die Deutsche Telekom.

Die IT via Internet erobert auch den Mittelstand. Inzwischen sind Betriebe mit 500 bis zu 1000 Mitarbeitern in Deutschland die aktivsten Nutzer von Cloud-Services, meldet das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC. Auch viele kleine Firmen springen zunehmend auf die Wolke über. "Cloud-Computing ist heute bei allen IT-Abteilungen auf der Agenda", sagt Lynn-Kristin Thorenz, Director Consulting bei IDC.

Und das sei erst der Anfang, sagt IDC-Expertin Thorenz. "Langfristig verändert das Cloud-Computing den gesamten IT-Markt." Trumpf der neuen Technik ist die hohe Flexibilität: Rechenkapazitäten und virtuelle Arbeitsplätze können Kunden binnen Minuten abonnieren und wieder abbestellen - ganz nach Bedarf. Wo Firmen früher viel Geld in neue Server und Lizenz-Software investierten, skalieren sie heute per Cloud-Computing die IT in kurzer Zeit hoch oder runter - ein enormer Vorteil im schnelllebigen Projektgeschäft.

Quelle: Handelsblatt 15.9.2010

Kommentar:
Viele junge Unternehmen überlegen die komplette IT-Landschaft an Outsourcing Dienstleistern zu übergeben. Viele gestandene Mittelständer, welche die Krise gut überstanden haben, überlegen jetzt auf die Export-Lokomotive aufzuspringen und im Ausland Aussenstellen zu eröffnen. Da stellt sich die Frage, wie der Vertrieb und die Infrastruktur reibungslos koordiniert werden kann. Soll die lokale IT im Hause erweitert werden, damit die Aussendienstmitarbeiten immer auf dem neuesten Stand sind, oder geben wir die Wissenskoordination an Spezialisten, welche immer auf dem neuesten Stand der Technik sind.

Wissen ist Macht!

Schon kleine Organisationen verfügen über ein weit geflochtenes Netzwerk aus Wissen und Erfahrungen, die scheinbar untrennbar mit den jeweiligen Mitarbeitern verbunden sind. Mit Cloud Computing kann dieses Wissen weltweit (und trotzdem sicher) allen Vertriebsmitarbeitern zu Verfügung gestellt werden.


Eine Lösung bietet SAGO-Tec GmbH:

Mit dem Intrexx Unternehmensportal können Sie jederzeit und von überall in der Welt auf das gesammelte Wissen Ihres Unternehmens zugreifen. Sie brauchen nur einen Browser oder ein Smart-Phone!


Mit Lösungen von United Planet profitieren Sie immer von den hohen Stückzahlen einer Standardsoftware und der Erfahrung eines marktführenden Unternehmens in dem Segment. Der Einsatz von United Planet Software ist vorher genau kalkulierbar, birgt somit kein großes Risiko und garantiert eine hohe Investitionssicherheit.


Mittwoch, 8. September 2010

Energieeffiziente Antriebstechnik

In den vergangenen Jahren hat die Energieeffizienz stark an Bedeutung gewonnen. Doch was bedeutet es für die tägliche Praxis im Unternehmen, Anlagen energieeffizient zu betreiben? Welche Aspekte müssen die verarbeitenden Unternehmen beachten? Und welche Neuerungen bringt die Ökodesign-Richtlinie?

Ab 16. Juni 2011 treten die neuen Richtlinien für energieeffiziente Antriebstechnik in Kraft. Von diesem Datum an dürfen Motorenhersteller nur noch Motoren gemäß der Effizienzklasse IE2 in Verkehr bringen.

Veränderte Rahmenbedingungen durch neue Wirkungsgradklassen:
Des weiteren werden durch die neue Norm IEC60034-30 die Rahmenbedingungen für energieeffizienten Motoren geändert. Sie definiert und harmonisiert weltweit die Wirkungsklassen IE1, IE2 und IE3 für Niederspannungs-Drehstrommotoren. Die neuen Bezeichnungen lauten nun:
  • IE1 = Standard Efficiency (entspricht ca. Eff2)
  • IE2 = High Efficiency (entspricht ca. Eff1)
  • IE3 = Premium Efficiency (entspricht NEMA Premium in USA)
  • IE4 = Super-Premium Efficiency (noch ohne Werte)
Die ersten IE3-Motoren sind verfügbar. Größere Stückzahlen sind jedoch von Anwenderseite bisher nicht gefordert, da noch große Unsicherheiten im Bezug auf die neuen normativen Rahmenbedingungen herrschen.

Quelle: SPS Magazin Ausgabe 9 September 2010, Seite 32

Kommentar:
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn die deutsche Industrie wandelt mehr als 25% ihres Energieverbrauchs in mechanische Energie um.

Für den Anlagenbetreiber ändert sich dadurch erst einmal nichts. In Zukunft muss der Wirkungsgrad der Elektromotoren auf dem Typenschild des Herstellers vermerkt sein. Dieser Wert wird auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen von einer unabhängigen Kommission überprüft.
Der Anwender kennt seine Applikation am besten und weiß, wo im Betrieb welche Anlage oder Maschine wie genutzt wird. Er kann die Betriebskennzahlen auswerten, die Auslastung festlegen sowie globale wirtschaftliche Einflüsse einschätzen.

Mit all diesen Informationen kann der Anwender selber entscheiden, wann und wie er die Möglichkeiten der Energieeffizienz einsetzten möchte.
Die Produktlieferanten müssen sich an die neuen Gesetze und Normen mit den festen Terminen halten. Dabei wäre es wünschenswert, dass die bald geforderten IE3-Motoren deutlich günstiger werden, denn die Stückzahlen bestimmen den Preis.
Dienstag, 7. September 2010

Einheitlicher Standard für sichere Netzwerke

Diese Titelstory-Headline mit einem gelb-schwarzen Zebra ist in der aktuellen SPS-Magazin (Ausgabe 9, September 2010) beim Industrial Ethernet Journal III/2010 zu finden:

Während der Hannover Messe 2010 hat die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) das openSafetey-Konzept erstmals vorgestellt. Damit können sich Hersteller von Safety-Technik auf ein einheitliches System konzentrieren - unabhängig vom verwendeten Ethernet-System. Der TÜV-Rheinland und der TÜV-Süd haben openSaftey zertifiziert und mit SIL3 zugelassen.


In der gleichen Zeitung erscheint unter NEWS zwei weitere Beiträge:

1. ter Beitrag von Ethercat Technology Group:
Safety-over-Ethercat nun internationaler Standard
Der von der Ethercat Technology Group (ETG) spezifizierte Safety-over-Ethercat-Protokoll ist von den nationalen Komitees aus 27 Ländern ohne Gegenstimmen innerhalb der IEC61784-3 akzeptiert und zur internationalen Standardisierung freigegeben worden.......

und der 2.te Beitrag von Safety Network International e.V.:
Safetynet p ist internationaler Standard
Das Echtzeit Ethernet Safetynet p wurde innerhalb der IEC61158 und IEC61784-2 akzeptiert und als internationaler Standard freigegeben.......
Quelle: SPS Magazin Ausgabe 9 September 2010

Kommentar:
Wer kann bei den vielen internationalen Standards zu einem wichtigen Thema wie Sicherheitstechnik noch den Überblick behalten?
Jeder dieser Berichte schmeißt mit Normen, Zertifizierungen und Abkürzungen um sich, so dass der Leser den Nutzen nicht mehr erkennen kann.
Alle dieser Standards sollen doch dem Endkunden das Leben erleichtern, seine Investitionen sichern und seine Anlagen transparenter machen.

Am Ende stehen aber nur die großen Produktlieferanten hinter den verschiedenen Normen und binden den Kunden indirekt an sein Produktspektrum.



Dienstag, 31. August 2010

Kundenbeziehungsmanagement einfach und schnell


CRM betrifft alle Bereiche einer Unternehmung und nicht nur die IT-Abteilung.

Entgegen vieler Behauptungen ist die Einführung eines CRM-Systems nicht ausschließlich eine Aufgabe der IT-Abteilung, sondern viel mehr eine Aufgabe des gesamten Unternehmens.
Die Hauptaufgaben fallen bereits im Vorfeld der Installation an.
So muss die Geschäftsführung klar definieren, für welche Zwecke das CRM verwendet wird und welche Ziele verfolgt werden.
Nur anhand dieses Leitfadens ist es den IT-Mitarbeitern möglich, ein gut funktionierendes und den Vorstellungen entsprechendes System umzusetzen.
Die spätere Verwendung und Fehlersuche liegt in der Hand aller Unternehmensbereiche, welche mit der CRM-Lösung arbeiten und nur die Einführung und die Fehlerbehebung ist Aufgabe der IT-Abteilung.
Das Management eines Unternehmens sollte somit eine klare Stellung beziehen und im Fall einer Befürwortung für ein CRM-System eine sofortige Umsetzung anstreben.
Bereits laufende Projekte sollten kein Hindernis für die Installation darstellen, denn solche Projekte kommen stetig hinzu und die Einführung eines CRM-Systems würde unbegrenzt aufgeschoben werden.
Zudem ist zurzeit ein großer Umschwung im Bereich der CRM-Software zu verzeichnen.
Viele Anbieter spezialisieren sich auf Cloud-Lösungen, welche eine Installation noch einfacher gestalten. Somit wird der Einsatz der Beauftragten im eigenen Unternehmen kleiner und die Verwendung des Systems schneller gewährleistet.

Kommentar:
Der relativ gesehene Arbeitsaufwand der IT-Abteilung, oder besser gesagt die Zeit, welche die IT-Abteilung nicht in die Umsetzung anderer Projekte investiert, lässt sich dank verschiedenster Umsetzungsmöglichkeiten von CRM-Systemen auf ein Minimum reduzieren.
Doch auch wenn ein Aufwand als unumgänglich erscheint, sollten sich Management und Bereichsleitung mit der positiven Auswirkung eines CRM-Systems beschäftigen.
Nicht nur die Arbeit der Angestellten wird angenehmer, auch die Umsetzung von Projekten, die Transparenz der Projektbearbeitung und Auftragserfüllung zu Gunsten des Kunden wird optimiert. Diese Fakten führen auf lange Sicht ohne Zweifel zu besserem Absatz und einer Unterstützung der positiven Entwicklung eines Unternehmens.

Alle Glühbirnen mit mehr als 60 Watt verschwinden ab 1. September aus dem Handel

Nun heißt es auch für die 75-Watt-Birne: Licht aus! Morgen (1.9.2010) zündet die zweite Stufe der europäischen Glühlampen-Verordnung. Alle herkömmlichen Leuchten mit mehr als 60 Watt verschwinden dann aus dem Handel. Zugleich müssen sich Verbraucher an eine neue Bezeichnung gewöhnen: "Lumen" statt "Watt".


Hamsterkäufe wie beim Aus der 100-Watt-Birne vor einem Jahr gab es diesmal nicht, berichtet Nadine Müller vom Lichthersteller Osram in München. "Die Kunden freunden sich mit den Alternativen an", sagt die Sprecherin des deutschen Marktführers. Und die heißen: Energiespar- und Halogenlampen. Europaweit steigt nach den Angaben von Osram die Nachfrage nach Leuchten mit geringem Stromverbrauch.


Bis Herbst 2012 will die EU alle alten Glühbirnen mit Leuchtfaden aus den Läden nehmen, da sie als Energiefresser gelten. "Insgesamt sparen wir jährlich 40 Milliarden Kilowattstunden bis 2020", sagt EU-Energiekommissar Günther Oettinger. "Das entspricht einem Energieverbrauch von elf Millionen europäischen Haushalten."


Kommentar:

Kein guter Ruf von Energiesparlampen!

Ihr Licht gilt als kalt, sie sind vielen zu teuer und Umweltschützer kritisieren den Quecksilber-Gehalt, auch wenn dieser mit wenigen Milligramm niedrig ist. Daran mag es liegen, dass der Absatz von Energiesparlampen in Deutschland und Österreich noch zu wünschen übrig lässt.


Die wichtigste Änderung: Die Lichtleistung "Watt", benannt nach dem gleichnamigen schottischen Forscher James Watt, tritt in den Hintergrund. Anstelle der mehr als 200 Jahre alten Bezeichnung müssen Lampenkäufer nun das Kunstwort "Lumen" lernen, das sich vom lateinischen lumen (Licht) ableitet. Die Faustregel lautet: Je mehr Lumen (kurz "lm"), desto heller glüht die Birne. Zudem gibt es Informationen über die Farbe und Aufwärmzeit von Lampen.


Was ist der Unterschied zwischen Halogen- und LED-Lampen und warum halten sie nicht so lange?

Damit sich die Kunden beim Kauf von Energiesparlampen besser orientieren können, haben Verbraucherschützer verlässliche und schnell nachvollziehbare Qualitätsstandards gefordert. Hersteller von Energiesparlampen sollten das Umweltzeichen "Blauer Engel" verwenden, verlangten die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und das Umweltbundesamt (UBA). Bei einem großen Teil der angebotenen Energiesparlampe stimme "schlicht die Qualität nicht", sagte vzbv-Chef Gerd Billen in Berlin. Ein Umweltsiegel könne dem Verbraucher die Auswahl erleichtern.


In unserem Haus sind Küche, Flur und Bad mit neuen Sparlampen ausgerüstet worden, leider sind innerhalb von einem Jahr 50% der neuen Lampen ausgefallen und mussten ausgetauscht werden. Im Vergleich sind im Keller und Büro 20 Jahre alte Glühbirnen ohne Ausfallerscheinungen im Einsatz.

Freitag, 20. August 2010

Der digitale Reporter durch semantische Software

Weltweit arbeiten Forscher daran, Computern das Verstehen und Interpretieren von Daten beizubringen. Mit dieser Fähigkeit können Programme Trends im Netz aufspüren oder sogar eigene Texte verfassen.

Das Potenzial der schlauen Computerprogramme ist enorm. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr elektronische Daten generiert als in der gesamten Menschheitsgeschichte. "mehr als 80 Prozent dieser Daten sind unstrukturiert", sagt IDC-Analyst Rüdiger Spies.

Menschen können diese Informationsflut schon lange nicht mehr verarbeiten - Computer schon. "Die Software dafür ist ein riesiger Markt", sagt Spies.

Die größte Hürde für semantische Systeme besteht darin, Informationen richtig einzuordnen.

Schon heute lassen Unternehmen wie die Deutsche Flugsicherung elektronische Daten von Computern sortieren, um Technikern den Zugriff auf Informationen zu erleichtern.
Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp nutzt semantische Software um Trends aufzuspüren. Das Programm durchforstet Datenbanken von Patentämtern und Wissenschaftssuchmaschinen wie Google Scholar. Wenn etwa japanische Wissenschaftler Artikel zum Thema Laserstrahlschweißen publizieren, bekommt ThyssenKrupp das mit.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 33, 16.8.2010

Kommentar:
Erschreckend ist die rasant anwachsende Datenflut im Netz.
Jeder erhält täglich mehr Informationen durch E-Mails, Internet, Newsletters, TV und Radio, welche nicht mehr im Kopf gespeichert werden können.

Zum Glück gibt es auch immer mehr Hilfsmittel, um unsere Speicherkapazität zu entlasten.
Wer kennt denn noch die eigene Handy-Nummer oder die Telefonnummer von den Eltern?
Mit den immer leistungsfähigeren Suchmaschinen wie z.B. Google kann mit wenigen Suchbegriffen die gewünschten Informationen schnell gefunden werden.
Mit den elektronischen Navigationsgeräten finden wir immer schnell unseren Weg zum Ziel.


Donnerstag, 12. August 2010

Werbung alleine reicht nicht - ePost problematisch

Die Deutsche Post AG hat sich den Start ihres neuen E-Postbriefes sicherlich mit mehr Zustimmung vorgestellt. Negative Kritik wird immer mehr und der Konkurrent klopft auch schon an.
Die Deutsche Post AG (DPAG) startete Anfang Juli ihr neues e-Post-Portal und hätte sich für die Markteinführung wohl keine schlechtere Presse vorstellen können. Aber ist die ganze Kritik wirklich berechtigt?

Welche Fakten sprechen für bzw. gegen die e-Post und sind diese Grund genug den Dienst abzulehnen?
Zunächst ist festzuhalten, dass Die DPAG nicht der einzige Anbieter von dieser Art elektronischer Post bleiben wird. Die Bundesrepublik Deutschland hat in Kooperation mit der Telekom und UnitedInternet ebenfalls ein Programm (De-Mail) ins Leben gerufen, welches den Versand von elektronischer Post mit persönlicher Identifizierung des Senders und des Empfängers ermöglicht.





Beide Systeme weisen erhebliche Probleme auf, die nicht nur die Sicherheit der versendeten Nachricht betrifft. Diese wird bei versenden per e-Post per TLS-Verschlüsselung versandt. Diese Sicherheitsvariante wurde schon in früheren Projekten durch gewisse Sicherheitslücken bekannt. Somit ist ein „sicherer“ Briefverkehr auf elektronischem Wege eher fraglich.
Zudem werden die versendeten Dokumente gespeichert und dies nicht auf den postinternen Servern, sondern auch bei Drittanbietern, was wiederrum dazu führt, dass bei einem Antrag auf Löschen der eigenen Daten bei der DPAG die Daten immer noch bei Drittanbietern verweilen.
Das Briefgeheimnis wird somit stark eingeschränkt, falls es nicht zuvor bereits ganz außer Kraft tritt, denn im Gegensatz zu konventionellen Briefen bedarf es bei der elektronischen Post lediglich einen Anfangsverdacht um diese öffnen zu dürfen. Dies zählt sowohl für die E-post, als auch für die DE-Mail von Staat und Telekom.

Zusätzlich wird der Inhaber eines e-Post-Briefkastens indirekt verpflichtet sein Postfach regelmäßig zu leeren, da ein an ihn versendetes Dokument auf elektronischem Wege automatisch als zugestellt zählt und somit in seinem Machtbereich eingegangen ist. Probleme ergeben sich dabei im Bezug auf Fristen und Wiederrufe, denn solange der Staat keine gesetzlichen Richtlinien verabschiedet, gelten Verträge, die sonst der schriftlichen Form bedürfen, nicht als rechtskräftig (§126 BGB).
Dennoch wirbt die Deutsche Post AG mit diesem Argument, denn sie geht offensichtlich davon aus, dass der Staat für seine DE-Mail diese Gesetzesregelung einrichten wird. Da die DE-Mail voraussichtlich erst Ende 2010 eingeführt wird, ist also vorerst noch Vorsicht geboten, bis alle Eventualitäten geklärt sind.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die umständliche Handhabung des elektronischen Briefkastens. Bereits die Einrichtung und Registrierung beschert dem Kunden einen unerwünschten Aufwand:




-1: Registrierung auf der Konzernhomepage und Adresse sichern
-2: Kunde empfängt TAN per SMS (Vorsicht! – Ohne Handy ist e-Post nicht zu nutzen)
-3: Kunde bestätigt seine Anmeldung mit der TAN
-4: Nach mehreren Tagen erhält Kunde einen Registrierungscode
-5: Postident-Verfahren: Kunde druckt Registrierungscode aus, geht zur Postfiliale und weist sich aus
-6: Post-Filiale meldet dem Konzern die Ausweisung des Kunden
-7: Konzern schaltet den Account und den Briefkasten des Kunden frei.

Abgesehen von der unangenehmen Anmeldedauer sind auch die Preise Angriffspunkte für Kritiker.
So kostet ein Versand eines Briefes per e-Post 0,55€ und per Einschreiben sogar 4,58€.
Richtig: Ein Einschreiben, welches bei der Post aufgegeben wird, kostet Sie lediglich 3,85€, da bei dieser Versandart keine Mehrwertsteuer anfällt. Doch der größte Kritikpunkt bezüglich des Preises ist die Tatsache, dass DE-Mail kostenlos zur Verfügung gestellt werden wird. (Quelle: Zeit-Online – 15.07.2010)

Stiftung Warentest hat bereits ein hartes Urteil über e-Post gefällt, doch die AGB wurde anscheinend nicht näher begutachtet. Schaut man sich diese einmal genauer an, so fallen mehrere Stellen unangenehm auf:
Daten werden gespeichert, sowohl auf internen als auch auf externen Servern, wie bereits oben erwähnt.
Doch der wohl ungeschickteste Abschnitt der allgemeinen Geschäftsbedingungen der Epost betrifft die eigene Leistung. E-Post wirbt mit der Möglichkeit, dass zeitaufwändiger Biefversand in schriftlicher Form wegfällt und Behördengänge erspart bleiben. Bei der Post selbst ist dies nicht der Fall.


Will ein Kunde Einspruch gegen die von ihm verlangte Gebühr für die Leistung nicht akzeptieren, so ist er gezwungen, dies in schriftlicher Form der Deutschen Post AG mitzuteilen und kann dies nicht per Epost, wobei diese exakt für solch einen Schriftverkehr gedacht ist. So lautet es zumindest in den AGB oder diese sind unverständlich formuliert. Resumé: Die Epost akzeptiert keine Epost?

Unter dem Aspekt des Marketings ist dies wohl eher kein gelungener Schachzug.
Das versucht die Post nun über die Kritik im Bereich der Datensicherheit wieder gut zu machen. Es läuft ein Wettbewerb, in dem Hacker-Teams versuchen sollen das System auszuspielen. Erinnert man sich jedoch an vergangene Aktionen, welche stets Sicherheitslücken zum Vorschein brachten, so scheint auch diese Kampagne eher zum Scheitern verurteilt.


Kommentar:

Marketingtechnisch hat die Post AG so einiges vernachlässigt. Dies revidiert auch keine Fernsehwerbung. Ob das Sicherheitsausschreiben den gewünschten Effekt erzielt ist abzuwarten, schließlich wird indirekt eingestanden, dass das System möglicherweise zu knacken ist.
Ob Erfolg oder nicht, man sollte sich Gedanken darüber machen für welche Zwecke man die elektronische Post verwendet und wofür lieber der konventionelle Postweg bevorzug wird.
Vor allem bei Vertragsangelegenheiten und Rechnungen sollte der altbewährte Postweg bevorzugt werden, solange nicht eindeutig feststeht, welche gesetzlichen Rahmenbedingen gelten.




Hier ein Artikel der ct´zu diesem Thema:


http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rechtssichere-Buerger-E-Post-De-Mail-Besonderheiten-und-Fallstricke-1037231.html



Hier ein kritischer Artikel über die „Gelbe Gefahr“!:


http://gutjahr.biz/blog/2010/07/die-gelbe-gefahr/comment-page-1/
Mittwoch, 11. August 2010

Cloud Computing – Der neue IT-Markt

Quelle: WirtschaftsWoche, Nr.32, 09.08.2010


Einer der wichtigsten Wachstumsmärkte im IT-Geschäft ist die Bereitstellung von Software übers Internet, das Cloud Computing. Vor allem Angebote für Unternehmen boomen.

Jeder benutzt Software durch Cloud Computing doch nur wenigen ist dies bewusst. Hinter diesem Modell versteckt sich die Bereitstellung von Software über das Internet, welche auf externen Servern gespeichert ist und somit nicht auf jedem PC zu Hause oder im Unternehmen installiert werden muss. Der Vorteil ist, dass eine Vielzahl von Software die Leistung des eigenen Rechners nicht mehr hemmt sondern nur die Software abgerufen wird, welche aktuell verwendet wird.

Cloud Computing ist im Endkundenmarkt schon lange gang und gäbe. E-Mail-Dienste von Google, Yahoo und Hotmail, oder soziale Netzwerke wie Facebook arbeiten auf diese Weise. Bedenken bezüglich der Sicherheit sind jedoch ebenso groß wie der Ausblick auf wirtschaftliches Wachstum. Schließlich werden die Daten auf fremden Servern hinterlegt und bleiben somit nicht intern. Diese Bedenken veranlasste zum Beispiel das Auktionshaus Ebay dazu, die eigene Software im Unternehmensinternen Rechenzentrum zu deponieren.


Es ist nicht verwunderlich, dass auch Software-Giganten wie Microsoft bereits auf diesen Zug aufgesprungen sind und fleißig an Betriebslösungen arbeiten.“Cloud Computing hat ein enormes Wachstumspotenzial. […] Das eröffnet unseren Partnern neue Geschäftsmodelle.“, äußerte sich CEO Steve Ballmer bezüglich des Cloud Computing und Microsoft’s Software Azure, die es Kunden (z.B.: Hewlett-Packard, Dell, Fujitsu) von Microsoft ermöglicht, als Cloud-Service aufzutreten.
Ein Wachstum von 27% pro Jahr zeigt die Zukunft des Cloud Computing und auch Unternehmen kommen zunehmend auf den Geschmack dieser attraktiven Lösung um ihr System an den Markt anzupassen und übersichtlicher zu gestalten.


Kommentar:
Cloud Computing sollte ebenso wie in großen Unternehmen auch in kleineren Unternehmen eine zunehmende Rolle tragen. Besonders kleine und mittelständige Unternehmen sind darauf angewiesen schnell reagieren zu können und flexibel zu bleiben. Dies ist durch Die Zentrale Verwaltung der Daten und Aufgaben optimal gegeben. Die Sicherheitsbedenken, welche viele Unternehmen noch abschrecken auf Cloud Computing umzusteigen scheinen eher unbegründet. Man siehe die Verschlüsselungsmöglichkeiten und Absicherungen auf den externen Servern im Vergleich zu nicht verschlüsselten W-LAN Verbindungen in Unternehmen (ja, dies soll es noch geben) oder Speichermedien wie USB-Sticks welche kollektiv in Benutzung und irgendwann nicht mehr aufzufinden sind. Unter diesem Gesichtspunkt scheint es schon fast sicherer die Daten an einen vertrauenswürdigen Dritten zur Aufbewahrung zu übergeben.
Freitag, 6. August 2010

Bundesamt: Hacker können iPhone knacken

Kriminelle können relativ problemlos die Kontrolle über das Kulthandy iPhone des US-Computerbauers Apple übernehmen. Betroffen von zwei kritischen Sicherheitslücken sind auch der populäre Table-PC iPad sowie der Musikspieler iPad touch.
Das teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit.

Schon das einfache Surfen im Internet oder das Öffnen eines PDF-Dokumentes reiche aus, die Geräte mit einem unbekannt aufgenommenen Schadprogramm zu infizieren.

Angreifer erhalten über die Sicherheitslücke laut BSI Zugriff auf das komplette System von iPhone, iPad und iPod touch, und zwar mit sogenannten Administratorrechten. Dadurch könnten sie etwa vertrauliche Daten wie Passwörter, Terminkalender, E-Mails, SMS und Kontakte auslesen. Auch der Zugriff auf die Kamera sei möglich, das Auslesen des Standortes über den GPS-Empfänger oder sogar das Abhören von Gesprächen.

Quelle: Rheinische Post, 5. August 2010

Kommentar:
Nach dem Desaster bei der Neueinführung des iPhone 4, bei dem es massive Empfangsprobleme gab und Apple als Abhilfe kostenlos eine Schutzhülle zu Verfügung stellte, kommt hier ein weiterer Rückschlag.

Jetzt ist die Marketing-Abteilung unter großen Druck, denn eine geschützte Software/ Sicherheitsupdate stehe bisher nicht zu Verfügung.
Apples Marketingstrategie hat sich gerade auf das sichere Betriebssystem gestürzt und gute Argumente gegen Microsoft platziert, welches permanent Sicherheits-Service Packs auf den Markt bringen muss, um Gefahren abzuwenden.

Jetzt sitzen alle in einem Boot und müssen sich gemeinsam gegen Häcker wehren.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Industriedesign weckt Emotionen

Gerade bei Industrieprodukten, deren Funktionen vergleichbar sind, kann das Design den Unterschied ausmachen.
Allmählich kommen sich dabei auch Designer und Hersteller hinsichtlich der spezifischen Anforderungen der Investitionsgüterbranche näher.

Zwar kommt es bei Investitionsgütern nicht unbedingt auf Äußerlichkeiten an, dennoch können diese im Wettbewerb den Unterschied machen.
Selbst wenn keiner gerne darüber rede, "auch beim Ingenieur gibt es eine Bachkomponente bei der Produktauswahl". Industriedesign und Investitionsgütermarketing gehören eng zusammen.
Während die Konsumgüter- und Automobilindustrie den Wert der Produktgestaltung schon länger erkannt haben und zur Differenzierung am Markt nutzen, tut sich die Investitionsgüterindustrie noch schwer.

Quelle: VDI nachrichten 16.Juli 2010 Nr.28/29

Kommentar:
Hier treffen jetzt 2 Welten aufeinander: zum einen die strukturierten Ingenieure, welche klare Linien und Funktionalität im Fokus haben und auf der anderen Seite die Designer und Künstler, welche kreative Wünsche umsetzten möchten, ohne den technischen Hintergrund zu kennen.

Die optimale Verschmelzung lässt ein neues Spezialisten-Team entstehen, bei dem Form und Farbe des Produktes optimal die Eigenschaften des Produktes unterstützen und der Bediener ergonomich sicher arbeiten kann.
Mehrere großer Produktlieferanten haben diese Marktlücke erkannt und zusammen mit dem Firmen-Image eine neue Marketing-Strategie gestartet, damit sie sich von den Mitbewerbern unterscheiden können. Denn die Produkte an sich werden immer öfters austauschbar.

Beste Beispiele sind in der Wirtschaftswoche Nr. 27 vom 5.7.2010 aufgeführt, wo ein Roboter von Kuka als kraftvolles Arbeitstier mit Konturen aus der Biologie dargestellt wird oder eine Macho-Maschine mit besserer Handlichkeit durch neuen Griff: Mehr Absatz durch Design!


Dienstag, 27. Juli 2010

Kundenbeziehungsmanagement & Intranet ganz einfach (und billig)

Ein guter Vertriebler ist vor allen Dingen deshalb so gut, weil er seine Kunden kennt. Er weiß genau, welche Vorlieben und Abneigungen der betreffende Kunde hat und wer für welches Produkt der richtige Ansprechpartner ist.

Genau aus diesem Grund verfügen Vertriebs-Mitarbeiter über einen beachtlichen Einfluss, sind sie doch die "Frontkämpfer" und haben den engsten Kundenkontakt.

Nicht selten versuchen Firmen diese Machtposition zu unterwandern, indem sie ihre Vertriebler austauschen oder ihnen rotierende Gebiete zuteilen. In der Folge ist der Kontakt zum Kunden nicht mehr so eng, was wiederum schädlich für die Aufträge sein kann.

Mehr Schnittstellen schaffen
Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management "CRM") setzt genau hier an. Wie wäre es, wenn der Vertriebsmitarbeiter nicht mehr der "Frontkämpfer", sondern lediglich eine weitere Schnittstelle zum Kunden darstellen würde?
Dafür müssen lediglich sämtliche Informationen, die sonst nur dem "Frontmann" zugänglich sind, dem gesamten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. In der Folge weiß auch der Geschäftsführer, was der Kunde mag - und was nicht.
Ob er bei der Hotline anruft oder der Chef sich persönlich um den Kunden kümmert. Nicht nur die Umsätze, Reklamationen und Beschwerden sind im System erfasst, auch die Hobbies, Verantwortlichkeiten, Präferenzen und Einstellungen.



Dabei ist es so einfach!
Mal ehrlich: Wir sind eigentlich zu klein, um ein komplettes Intranet-System mit CRM-Funktionen, Personal-Verwaltung, Kalendern, Unternehmens-Wiki, Finanz-Verwaltung und schwarzem Brett aufzubauen. Aber wenn es das (zugegeben als Sonderangebot) für unter fünfzig Euro zu haben ist - warum nicht?
Da habe ich einen alten Mac-Mini aus der Mottenkiste geholt und die Software installiert. Der korrekte Import unserer Kundenkartei war etwas komplizierter als ich gedacht hätte, aber davon abgesehen haben wir jetzt ein Intranet-Portal, das sich vermutlich manch ein großes Unternehmen wünschen würde.
Per DynDNS ist es auch problemlos über Internet zu erreichen. Somit kann ich schon beim Kunden per Smart-Phone die frischen Eindrücke abspeichern und noch unterwegs einsehen, ob im Büro Anrufe für mich eingegangen sind und wer zurück gerufen werden möchte. Da jeder Anruf dem jeweiligen Kunden zugeordnet wird, kann ich jederzeit seine hinterlegten Dokumente und Aktivitäten einsehen und der integrierte Kalender erinnert mich automatisch an vereinbarte Termine.

Für den Vertrieb arbeiten - nicht gegen ihn!
Nun brauche ich mir keine Sorgen zu machen, dass mir irgendwer die Butter vom Brot nimmt.
Vertriebsmitarbeiter wissen nur zu gut, dass das Wissen über den Kunden ihr Kapital ist. Aber die Erweiterung der Schnittstellen kommt auch ihm zugute. Er braucht die Geburtstage nicht mehr einzutragen; das System erinnert ihn automatisch daran. Es wird ihm auch nicht mehr passieren, dass irgendwelche Absprachen getroffen wurden, von denen er nichts weiß. Schließlich sind alle relevanten Informationen zu jedem Kunden zentral festgehalten und für ihn jederzeit abrufbar. Er kann sogar sagen, mit wem der Kunde telefoniert hat und gewinnt dadurch an Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kunden. Schließlich scheint es so, als wäre der Vertriebler Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Informationen.

Die Angenehme Überraschung erwartet ihn erst dann, wenn er mit seiner Urlaubsvertretung zu tun bekommt und diese genauso gut informiert ist, wie sein eigentlicher Betreuer. Und wenn er die Hotline oder den Chef persönlich anruft, sind diese ebenfalls über alle wichtigen Vorgänge im Bilde.

Schon toll, was heutzutage alles möglich ist!
Freitag, 16. Juli 2010

Enterprise 2.0: Die Arbeitswelt steht vor einer Kulturrevolution

Als sogenanntes Enterprise 2.0 ersetzen immer mehr Unternehmen bisherige Arbeitsabläufe durch Wikis, Blogs und virtuelle Teams - und die hierarchische Strukturen durch die Weisheit der Masse.

Definition:
Bereits 77 Prozent der deutschen Unternehmen experimentieren mit dem Wandel zu einem sogenannten Enterprise 2.0. Den Begriff eingeführt hat der Harvard-Profressor Andrew McAfee vor rund vier Jahren mit seinem Artikel "Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration". Dabei geht es im Kern darum, mithilfe von webbasierter Software, wie Blogs, Wikis oder Chats, Projekte neu zu koordinieren, vorhandenes Wissen im Unternehmen effizienter zu managen und Kommunikation nach außen und innen besser zu gestalten.

Das Potenzial ist groß: Vor drei Jahren kommunizierten Mitarbeiter nahezu ausschließlich über E-Mails und das Telefon. Heute setzt ein Unternehmen bereits durchschnittlich 2,5 dieser sozialen Software-Werkzeuge ein.
Die Werkzeuge selber sind freilich nicht neu, wohl aber der Kulturwandel in der Wirtschaft, den sie auslösen. Wer damit ernst macht, löst zwangsläufig tradierte Arbeitsweisen sowie zentrale, hierarchische Strukturen auf.

Quelle: Wirtschaftswoche 12.7.2010 Seite 70

Kommentar:
Kommunikation über webbasierter Software ist jetzt auch in der Geschäftswelt angekommen. Nachdem das IPad der Renner ist und man privat Multitasking in der virtuellen Welt unterwegs ist, ist der Einzug in den geschäftlichen Bereich kein Hindernis mehr.
Gerade in dynamischen Projektteams mit wechselnden Mitgliedern und Standorten ist eine zentrale Kommunikationsplattform mit Datenablage sehr sinnvoll. Interne Wiki-Netze sind für effiziente Arbeitsabläufe und somit unmittelbar einstellender Qualitätsverbesserung optimal einzusetzen.

Die größte Hürde ist allerdings die bestehende Hierarchie: Wer gibt welche Informationen frei? Welches Wissen darf von Mitarbeitern uneingeschränkt geteilt werden? Vor allem Führungskräfte brauchen ein neues Rollenverständnis. Wer zum Beispiel nicht bereit ist, als Führungskraft Herrschaftswissen zu teilen oder als Mitarbeiter mehr Verantwortung zu übernehmen, wird in der neuen Arbeitswelt scheitern.

Eine große Herausforderung ist auch die Datensicherheit und die Industriespionage.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Jetzt startet der E-Brief

So unmittelbar sind zwei der größten vom Staat gegründeten Konzerne in Deutschland selten aufeinander losgegangen.
In Friedrichshafen am Bodensee lud die Deutsche Telekom AG am 6. Juli 600 000 Bürger der Umgebung ein, sich für ihr neues, sicheres Mail-System "De-Mail" anzumelden.
Und für den 14. Juli hat die deutsche Post zu einer Pressekonferenz zum bundesweiten Start ihres elektronischen Briefes ("E-Brief") in Bonn eingeladen.

Telekom gegen Post, "De-Mail" gegen "E-Brief", eine für Privatkunden und Firmen wichtige Auseinandersetzung spitzt sich zu.
Auf der einen Seite versucht die Telekom, die nun 20 Jahre alte E-Mail zur sicheren De-Mail weiterzuentwickeln. Sie hat sich dafür mit ihrem Hauptaktionär verbündet: Der Bund soll mit einem Gesetz durchsetzten, dass Mails gemäß dem De-Mail-Standard rechtlich verbindlich sind.
Das System wird nur funktionieren, wenn sich viele hunderttausend Firmen und Bürger auch wirklich für die De-Mail anmelden.

Quelle: Rheinische Post, 7. Juli 2010 Wirtschaft A11

Kommentar:
Die Telekom will per Gesetz die E-Mail als sichere "De-Mail" in den Markt puschen und die Deutsche Post möchte ihr schwindendes Brief-Monopol mit dem "E-Brief" zurück gewinnen.
Ein Gesetz, was einen von beiden Kontrahenten bevorzugen würde, kann sich der Bund nicht leisten. Deshalb verschiebt sich auch immer wieder das Gesetz für die rechtliche Grundlage wie verbindlich die Zustellung für den Verbraucher ist.

Beide Konzerne fordern die Verbraucher auf sich schnell zu registrieren, damit eine eindeutige Wunschadresse reserviert werden kann.

Doch warum soll ich mich registrieren lassen und bei welchen Anbieter?

Die Großkonzerne und Versicherungen würden von den kostengünstigeren, aber rechtlich verbindlichen Versenden auf elektronischen Weg die Gewinner sein. Sie sparen Porto, Verpackung, Drucker und viel Papier.

Der Verbraucher muss regelmäßig in seinem geschützten Bereich die elektronische Post lesen, denn das Zustelldatum ist rechtsverbindlich. Ein Abwesenheitsassistent z.B. Urlaub, Krankheit... wird nicht akzeptiert. Ausserdem ist der Verbraucher für die Datensicherung zuständig und muss die Verträge zur eigenen Sicherheit ausdrucken.


Dienstag, 6. Juli 2010

Engineering braucht Marketing

"Engineered in Germany" verliert im weltweiten Technologiewettbewerb als Exporthelfer an Strahlkraft. Davor warnt der Hannoveraner Marketingprofessor Klaus-Peter Wiedmann. Sein Rat an Firmen: "Top-Technik mit emotionalen Werten aufladen".
Von deutschen Unternehmen entwickelte Produkte standen lange Zeit für eine besondere Art von Spitzentechnologie - praktisch, problemorientiert und bis ins kleinste ausgeklügelt. Dazu haben ebenso der Automobilbau mit dem klassischen VW-Image "er läuft und läuft und läuft" beigetragen wie auch der Maschinenbau.

Quelle: vdi nachrichten Weltmeistermagazin Juni 2010

Was können mittelständische Unternehmen tun, um weiterhin von der Wertschätzung "Engineered in Germany" zu profitieren?

Sie sollten ihren Kunden nicht nur eine technisch hochwertige Kernleistung und einen hervorragenden Service bieten. Das sind Dinge, die jeder Abnehmer von einem guten Lieferanten erwartet.

Engineering verlangt darüber hinaus auch ein Marketingkonzept, das wirklich überzeugende Leistungspakete zugleich in eine faszinierende Erlebniswelt einbettet, die die Kunden auch auf einer emotionalen Ebene anspricht.

Das funktioniert nur, wenn die Firmen herausfinden, was in den Köpfen und Herzen ihrer Kunden Faszination auslöst. Ein Weg dahin ist Open Innovation. Firmen kreieren dabei gemeinsam mit ihren Kunden neue technische Lösungen.

Für das Emotionale ist in den meisten Firmen nicht die Technik zuständig, sondern die Werbung. Gerade deshalb muss die Nahtstelle zwischen Engineering und Marketing enger geschnürt werden.


Mittwoch, 30. Juni 2010

Warum eigentlich gibt es so viele Subventionen?

...und warum werden sie nicht weniger?

Im vergangenen Jahr verschenkten Deutschland und die EU rund 165 Milliarden Euro an Unternehmen und private Haushalte. Das sind mehr als die gesamten Einnahmen aus der Einkommen- und Lohnsteuer in dem Zeitraum.

Wer fragt, warum die Geschenke so hoch sind und warum sie nicht spürbar weniger werden, bekommt oft die Antwort: Die Lobbyisten machen Druck.
Das stimmt zwar, aber die Subventionen werden mangelhaft kontrolliert, verfolgen keine messbaren Ziele und sind nicht zeitlich begrenzt.

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) fordert daher die Abschaffung aller Subventionen. Damit sich keine Gruppe benachteiligt fühlt, soll zunächst mit dem Rasenmäher gekürzt werden. Der Nachteil beim Rasenmähen ist, dass auch die nützlichen Gewächse geköpft werden.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 26, 28.6.2010, Seite 34

Kommentar:
Die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass Deutschland kein Einnahmeproblem hat, sondern viel zu viele Ausgaben finanziert werden.

Es gibt sicherlich viele sinnvolle und zu bestimmten Zeiten/ Krisen auch hilfreiche Subventionen, doch eine einmalige Bewilligung darf kein Freibrief für die Zukunft sein.
Ausserdem entstehen so Mitbewerberverzerrungen und Monopolstellungen von Unternehmen, welche einen guten Draht zu den Subventionstöpfen haben.

Hier gehen dann auch die Interessen der EU mit den einzelnen Ländern auseinander, denn der Milchbauer in Deutschland will sich nicht mit dem Tomatenzüchter in Spanien vergleichen. Die Subventionen für Flugbenzin stehen in Konkurrenz zu alternativen Energiegewinnung und Elektroauto-Entwicklung.

Deshalb sollte die EU dem Vorschlag der IfW folgen und alle Subventionen in Frage stellen.
Denn nur mit einer freien Marktwirtschaft und Ideen aus dem Mittelstand können wir die Überschuldung entgegen treten.



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